Intel setzt gleich zwei strategische Zeichen: Der Chipriese steigt bei KI-Startup SambaNova ein und bindet dessen Technologie in die eigenen Plattformen ein. Gleichzeitig verlässt ein Schlüsselmann die kritische Foundry-Sparte – ausgerechnet zur Konkurrenz. Die Doppelbewegung zeigt, wie sehr Intel im KI-Markt aufholen will, während die Fertigungsoffensive weiter holpert.
Partnerschaft mit SambaNova
Intel und das KI-Chip-Startup SambaNova haben eine mehrjährige Kooperation vereinbart, die auch eine Kapitalbeteiligung Intels an SambaNova umfasst. Im Kern geht es darum, eine Alternative zu den dominierenden Anbietern im Rechenzentrumsgeschäft zu schaffen. SambaNova wird künftig Intel-Hardware einsetzen, während Intels Plattformen den SN50-Beschleuniger von SambaNova integrieren.
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Der Fokus liegt auf KI-Inferenz – also der Anwendung trainierter KI-Modelle – mit dem Ziel, kostengünstigere und leistungsstarke Lösungen für den wachsenden Markt sogenannter Agentic AI anzubieten. Diese Systeme können eigenständig Aufgaben erledigen und gelten als nächster großer Schritt in der KI-Entwicklung.
Abgang an entscheidender Stelle
Parallel dazu verliert Intel eine wichtige Führungskraft: Kevin O’Buckley, Senior Vice President und Manager der Foundry Services, wechselt zu Qualcomm. Dort übernimmt er ab dem 2. März die Leitung der globalen Operations und Supply Chain. Sein Abgang wiegt schwer, denn die Foundry-Sparte ist Intels Versuch, als Auftragsfertiger für andere Chiphersteller zu etablieren – ein zentraler Pfeiler der Langfriststrategie.
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Die Führung übernimmt nun Naga Chandrasekaran, der bisher Technologieentwicklung und Lieferkette verantwortete. Ein Intel-Sprecher betonte, die Foundry bleibe oberste strategische Priorität. Die Mannschaft konzentriere sich unter neuer Führung auf Umsetzung und Kundenbelieferung. Dass O’Buckley ausgerechnet zu einem direkten Wettbewerber geht, dürfte intern für Unruhe sorgen – gerade in einer Phase, in der Intel dringend externe Großkunden gewinnen muss.
Zweifrontenkrieg
Die Entwicklungen verdeutlichen Intels Spagat: Während die Foundry-Transformation noch nicht die erhofften Früchte trägt, versucht der Konzern im KI-Geschäft Boden gutzumachen. Die SambaNova-Partnerschaft ist ein Schritt, um in einem Markt präsent zu bleiben, in dem andere Anbieter derzeit den Ton angeben. Ob die neuen Inferenz-Lösungen genug Schwung bringen und wie sich der Führungswechsel auf die Kundenbindung auswirkt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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