Das ehemalige Intel-Gelände in Magdeburg bleibt ein Dauerthema — allerdings eines, das Geduld verlangt. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister machte deutlich: Konkrete Ansiedlungen neuer Unternehmen sind erst in einigen Jahren realistisch.

Langer Weg zum Technologiepark

Das Bundesland hatte vergangene Woche weitere Teile der früheren Intel-Flächen erworben, ist jedoch noch nicht im vollständigen Besitz aller Areale. Bevor überhaupt Unternehmen einziehen können, müssen zunächst Verträge geschlossen und Finanzierungen gesichert werden. Für die Infrastruktur ist unter anderem ein Wasserwerk an der Elbe geplant, das rund 180 Millionen Euro kosten soll.

Langfristig soll das rund 1.100 Hektar umfassende Gebiet zum „High-Tech-Park Sachsen-Anhalt“ werden — gemeinsam mit zwei angrenzenden Gemeinden. Die Stadt Magdeburg will dabei offenbar auf ihr Vorkaufsrecht für die zuletzt erworbenen Flächen verzichten. An die Stadt fließen zudem rund 24 Millionen Euro als Erstattung für bereits entstandene Aufwendungen, etwa für Grabungsarbeiten und den Bau einer Straße.

Erste Interessenten in der Pipeline

Ein konkreter Kandidat ist die Dresdner FMC (Ferroelectric Memory Company), die Chips für KI-Rechenzentren produzieren will. Ob FMC tatsächlich nach Magdeburg kommt, soll im Spätsommer feststehen. Parallel laufen Gespräche mit Bund und EU über mögliche Fördergelder. Mindestens drei weitere Interessenten soll es laut dem CDU-Politiker geben — Namen nannte er nicht.

Intel selbst hatte seine Fabrikpläne in Magdeburg 2025 endgültig aufgegeben. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 120 Dollar, wobei die Kursbewegungen im Tagesverlauf moderat ausfielen. Das Magdeburg-Kapitel ist für Intel damit abgeschlossen — für die Region selbst beginnt es gerade erst.