Intel legt heute nach US-Börsenschluss seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Kurz zuvor hat die Beteiligung Mobileye ihre Ergebnisse veröffentlicht und die Jahresprognose leicht angehoben. Für den Mutterkonzern ist das ein Randaspekt, aber ein Signal aus dem eigenen Portfolio.
Mobileye: Umsatz leicht rückläufig, Ausblick höher
Mobileye, an der Intel weiterhin die Mehrheit hält, erlöste im dritten Quartal 492 Millionen Dollar. Das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund war ein um fünf Prozent gesunkener durchschnittlicher Systempreis, weil mehr Chips an chinesische Hersteller gingen, die weniger Software-Inhalt und damit niedrigere Preise bedeuten.
Der operative Verlust verringerte sich um 25 Prozent, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 20 Prozent. Geholfen hat vor allem eine israelische Forschungsförderung, die das operative Ergebnis im Quartal mit gut 50 Millionen Dollar stützte. Die bereinigte Bruttomarge sank dagegen um drei Prozentpunkte.
Die Umsatzprognose für 2026 hebt das Management im Mittelwert um 13 Millionen Dollar an. Die Spanne liegt nun bei 1,995 bis 2,020 Milliarden Dollar, was fünf bis sieben Prozent Wachstum entspräche. Treiber sind höhere Lieferungen des SuperVision-Systems und durchgereichte Speicherkosten ohne Marge.
Was bei Intel selbst zählt
Die Intel-Aktie hat nach einem Zwischenhoch bei rund 140 Dollar im Juni zuletzt auf etwa 90 bis 95 Dollar nachgegeben. Die Erholungsrallye ist damit teilweise abgebaut. Die heutigen Zahlen gelten als Realitätscheck für die Sanierung des Konzerns.
Im Mittelpunkt dürften drei Punkte stehen:
- Fortschritte in der Fertigung
- die Margenentwicklung
- der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr
Dazu kommt die wachsende Bedeutung klassischer Server-Prozessoren in KI-Rechenzentren. Sie soll die Nachfrage nach Intels CPUs stützen und war ein Argument der Rally im Sommer.
Mobileye trägt zum Konzernbild nur begrenzt bei, zeigt aber, dass die Autosparte stabil wächst: Die Auslieferungen der EyeQ-Chips legten in den ersten neun Monaten um elf Prozent zu, während die globale Autoproduktion schrumpfte. Ob Intel heute Abend ähnlich solide liefert, entscheidet sich mit den Zahlen nach Börsenschluss.
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