Intel Aktie: US-Regierung verdient 27 Milliarden in neun Monaten

Intel-Aktie erreicht neues Allzeithoch dank Apple-Gesprächen und starken Quartalszahlen. US-Regierung profitiert von milliardenschwerem Investment.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • Neues Allzeithoch bei 96,52 Euro
  • Apple verhandelt über Foundry-Nutzung
  • Quartalsumsatz übertrifft Erwartungen deutlich
  • US-Regierung hält 9,9 Prozent Anteil

Innerhalb eines Jahres hat Intel eine der spektakulärsten Kursrallyes der Halbleiterbranche hingelegt. Die Aktie notiert heute auf einem neuen Allzeithoch von 96,52 Euro— ein Plus von mehr als 450 Prozent gegenüber dem Tief vom August 2025. Hinter dieser Entwicklung steckt mehr als Stimmung.

Apple als potenzieller Foundry-Kunde

Den jüngsten Schub lieferte ein Bloomberg-Bericht: Apple führt demnach erste Gespräche mit Intel über Foundry-Dienstleistungen. Konkret geht es um Intels 18A-Prozessknoten, mit dem Apple Chips für in den USA gefertigte Geräte produzieren lassen könnte. Formelle Aufträge gibt es noch nicht. Allein die Nachricht trieb die Aktie am Dienstag um 13 Prozent nach oben.

Das Interesse eines Kunden dieser Größenordnung wäre für Intel Foundry ein Wendepunkt. Der Konzern kämpft darum, TSMC Marktanteile abzunehmen. Die 18A-Fertigung soll Ende 2026 in die Massenproduktion gehen— als erster führender Logikprozess, der vollständig auf US-amerikanischem Boden entsteht. Amazon und Google sind bereits als Interessenten bekannt.

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Quartalszahlen weit über Erwartungen

Die fundamentale Basis stimmt. Im ersten Quartal 2026 erzielte Intel einen Umsatz von 13,6 Milliarden Dollar— deutlich über dem Konsens von 12,4 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,29 Dollar, Analysten hatten lediglich 0,01 Dollar erwartet.

Die wichtigsten Segmente im Überblick:

  • Data Center & AI: Umsatz stieg um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar
  • Foundry Services: Plus 16 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar, Bruttomarge verbesserte sich um 150 Basispunkte
  • Client Computing: Wird unter neuer Führung auf Edge-KI und Robotik ausgerichtet

US-Regierung als Großgewinner

Im August 2025 stieg die US-Regierung mit einem milliardenschweren Paket bei Intel ein. Sie hält heute 9,9 Prozent der Aktien— erworben für durchschnittlich 20,47 Dollar je Aktie. Die ursprüngliche Beteiligung im Wert von rund 8,9 Milliarden Dollar ist inzwischen auf etwa 36 Milliarden Dollar angewachsen. Ein Teil des Engagements entstand, als die Regierung ausstehende CHIPS-Act-Zuschüsse in Stammaktien umwandelte.

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Diese staatliche Rückendeckung hat Intel in den Augen vieler Marktbeobachter zu einem nationalen strategischen Asset gemacht. Das stärkt das Vertrauen in die langfristige Ausrichtung des Unternehmens.

Neues Management, neue Plattformen

Anfang Mai ernannte Intel Alex Katouzian, einen früheren Qualcomm-Manager, zum Leiter der Client-Computing-Sparte. Er soll den Vorstoß in Richtung Edge-KI und autonome Systeme vorantreiben.

Auf der Computex im Juni will Intel die Plattform „Panther Lake“ für Handheld-Gaming-Geräte vorstellen. Außerdem ist ein Ausblick auf „Nova Lake“ geplant— einen Desktop-Prozessor mit 52 Kernen für Ende 2026. Intel hat die Phase der Restrukturierung hinter sich gelassen. Jetzt geht es um Liefervolumen— und darum, ob die 18A-Technologie hält, was sie verspricht.

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