Die Aktie des Software-Konzerns ist unter Druck geraten. Innerhalb von nur fünf Handelstagen büßte der Titel rund 12% ein – deutlich mehr als der Tech-Sektor insgesamt, der im gleichen Zeitraum 4% verlor. Der Kurs sackte auf 566,60 Dollar ab und näherte sich damit gefährlich dem 52-Wochen-Tief von 532,64 Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 14% zu Buche.
Der Auslöser? Erneut grassieren Ängste vor einer KI-Disruption. Nach dem Launch von Claude Cowork und verstärkten Spekulationen in sozialen Medien, dass Verbraucher ihre Steuererklärungen künftig mit KI-Tools erledigen könnten, flüchteten Anleger aus dem Titel. Die Nervosität erinnert an frühere Phanikwellen, als OpenAI und ChatGPT als mögliche Bedrohung für TurboTax galten.
Kommt da mehr als nur heiße Luft?
Analysten von Mizuho sehen die Sorgen als „übertrieben“ an und bekräftigten ihr Outperform-Rating mit einem Kursziel von 875 Dollar – das entspräche einem Aufwärtspotenzial von satten 54%. Die Bank verweist darauf, dass frühere KI-Ängste sich ebenfalls als unbegründet erwiesen, nachdem Intuit eine Partnerschaft mit OpenAI einging und TurboTax-Workflows integrierte.
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Auch Jefferies springt dem angeschlagenen Titel bei. Die Analysten argumentieren, dass „AI vibe coding“ – bei dem Entwickler Code in natürlicher Sprache beschreiben und KI-Tools diesen generieren – die Bedrohung stark überzeichnet werde. Gerade bei Steuererklärungen sei absolute Präzision gefordert. Bundesbehörden würden „KI-Halluzinationen“ nicht als Ausrede für Fehler tolerieren, und Steuerzahler riskierten keine Prüfungen oder gar Gefängnisstrafen, nur um eine vergleichsweise geringe Gebühr für vertrauenswürdige Software zu sparen.
Expansion in der physischen Welt
Während die Börse über digitale Bedrohungen grübelt, schreitet Intuit mit einer bemerkenswerten Offline-Offensive voran. Am Mittwoch eröffnete der Konzern seinen Flagship-Store für TurboTax in New Yorks SoHo-Viertel – Teil einer landesweiten Expansion mit fast 600 Expert Office-Standorten und 20 TurboTax-Stores. Die physischen Locations kombinieren KI-gestützte Systeme, die bis zu 80% einfacher Steuererklärungen automatisch vorbereiten, mit persönlicher Expertenberatung vor Ort.
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Mizuho rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem TurboTax-Umsatzwachstum von über 10% – deutlich mehr als die vom Management prognostizierten 7,5% bis 8%. Treiber seien die zunehmende Skalierung von TurboTax Live und Assisted-Angeboten. Jefferies verweist zudem darauf, dass Intuit im 22-Milliarden-Dollar-Markt für Steuerberatungsdienste erst am Anfang stehe. Der Jahresumsatz von TurboTax Live entspreche lediglich rund 10% dieses Marktes.
Die Bewertung wirkt trotz der Kursschwäche nicht überzogen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt nahe historischer Tiefstände, das PEG-Ratio von 0,92 deutet auf eine attraktive Bewertung im Verhältnis zum Wachstum hin. InvestingPro stuft die Aktie als unterbewertet ein. Intuit hält zudem an seinem mehrjährigen Beschleunigungsplan fest, der bis zum Geschäftsjahr 2030 ein Wachstum von 20% anpeilt.
Ob die Bären schon ausgeblutet sind oder ob der Titel weiter unter Druck bleibt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die KI-Panik legt. Die Fundamentaldaten sprechen jedenfalls eine andere Sprache als der aktuelle Kurs.
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