Die Aktie des Robotik-Chirurgie-Spezialisten Intuitive Surgical steht nach den jüngsten Quartalszahlen im Fokus – doch die Analysten ziehen unterschiedliche Schlüsse. Während Raymond James das Kursziel von 603 auf 615 Dollar anhebt, senkt Evercore ISI sein Ziel von 580 auf 550 Dollar. Beide halten an ihren Ratings fest, doch die Bewertungen könnten kaum gegensätzlicher sein.
Starkes Quartal übertrifft Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 übertraf Intuitive Surgical die Markterwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,53 Dollar – ein Ergebnis, das die prognostizierten 2,26 Dollar um knapp 12 Prozent übertraf. Noch beeindruckender: Der Umsatz erreichte 2,87 Milliarden Dollar, während Analysten lediglich 2,75 Milliarden Dollar erwartet hatten. Das entspricht einem Wachstum von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 10,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 21 Prozent. Die operative Marge erreichte 37 Prozent. Besonders eindrucksvoll entwickelte sich der freie Cashflow, der von 1,3 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 2,5 Milliarden Dollar im abgelaufenen Jahr hochschnellte.
da Vinci 5 treibt Wachstum
Die Platzierungen des neuen da Vinci 5-Systems übertrafen im vierten Quartal erstmals die Marke von 300 Einheiten und stiegen im Quartalsvergleich um 26 Prozent. Insgesamt platzierte Intuitive Surgical 532 da Vinci-Systeme im Schlussquartal – ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen 303 Einheiten auf das neue Flaggschiff-Modell da Vinci 5.
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Die Bruttomargen lagen bei 67,8 Prozent, etwa 150 Basispunkte über den Erwartungen. Das Prozedurwachstum erreichte 17 Prozent im Quartal, beziehungsweise 18 Prozent unter Einbeziehung der Ion-Prozeduren. Besonders stark entwickelten sich die internationalen Märkte mit einem Plus von 23 Prozent bei den Eingriffen außerhalb der USA.
Gedämpfter Ausblick für 2026
Doch was kommt jetzt? Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Prozedurwachstum von lediglich 13 bis 15 Prozent – eine deutliche Verlangsamung gegenüber den 19 Prozent im Jahr 2025. Die Bruttomargen sollen zwischen 67 und 68 Prozent liegen, wobei Zölle einen negativen Effekt von 120 Basispunkten haben werden.
Die operative Kostenentwicklung dürfte sich beschleunigen. Das Management erwartet einen Anstieg von 11 bis 15 Prozent, getrieben durch höhere F&E-Ausgaben und die Übernahme von Distributoren in Italien, Spanien und Portugal. Der Steuersatz wird auf 22 bis 23 Prozent veranschlagt, verglichen mit 21,4 Prozent im Vorjahr.
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Neue Wachstumsfelder im Visier
Intuitive Surgical erhielt im Januar die FDA-Zulassung für mehrere Herzchirurgie-Eingriffe mit dem da Vinci 5-System. CEO Dave Rosa kündigte einen vorsichtigen Rollout an, um Training und Ausbildung zu gewährleisten. Der kardiale Markt könnte langfristig erhebliches Potenzial bieten – 2025 wurden weltweit etwa 17.000 Herzeingriffe durchgeführt, doch das adressierbare Marktvolumen wird auf 160.000 Prozeduren jährlich geschätzt.
Ein weiterer Fokus liegt auf ambulanten Operationszentren (ASCs) in den USA. Hier setzt das Unternehmen auf aufgearbeitete da Vinci Xi-Systeme (XIR), um Kosten zu senken und den Zugang zu erweitern. Im vierten Quartal wurden bereits 42 XIR-Systeme platziert. Etwa 70 Prozent der ASC-Opportunität liegt bei bestehenden Kunden, wo Chirurgen bereits da Vinci-geschult sind.
Herausforderungen in Asien
In China intensivierte sich der Wettbewerb im Schlussquartal spürbar. Lokale Anbieter erhielten bei Provinzausschreibungen zunehmend Vorzugsbehandlung, was die Gewinnrate von Intuitive Surgical drückte. In Japan belasten Budgetprobleme der Regierung die Kapitalausstattung. Die Platzierungen gingen auf 40 Systeme zurück, nach 43 im Vorjahresquartal.
Das japanische Gesundheitsministerium prüft derzeit die Erstattung weiterer robotergestützter Eingriffe ab Juni 2026. Die Entwicklung bleibt abzuwarten – und könnte entscheidend für die weitere Marktdurchdringung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt sein.
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