Invesco Aktie: Interessante Marktentwicklungen

Der Vermögensverwalter Invesco meldet einen hohen Quartalsverlust aufgrund von Sonderabschreibungen, übertrifft aber mit bereinigtem Ergebnis die Analystenerwartungen deutlich.

Invesco Aktie
Kurz & knapp:
  • Verlust durch massive Abschreibungen auf immaterielle Werte
  • Bereinigter Gewinn übertrifft Markterwartungen
  • Umsatzwachstum fällt deutlich stärker aus als prognostiziert
  • Nettomittelzuflüsse haben sich im Jahresvergleich halbiert

Die Zahlen zum vierten Quartal haben eingeschlagen: Invesco rutschte tief in die roten Zahlen und verzeichnete einen Verlust von 1,18 Milliarden Dollar – nach einem Gewinn von 209,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der drastische Absturz lässt Anleger aufhorchen. Doch was steckt dahinter?

Verantwortlich für das Desaster waren vor allem Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Diese explodierten regelrecht auf 1,8 Milliarden Dollar, verglichen mit lediglich 10,9 Millionen Dollar im Vorjahr. Eine gewaltige Belastung, die das operative Geschäft komplett überlagerte.

Bereinigt läuft es besser

Klammert man die Sondereffekte aus, zeigt sich ein ganz anderes Bild: Der bereinigte Gewinn kletterte auf 280,9 Millionen Dollar oder 0,62 Dollar je Aktie – deutlich mehr als die 0,52 Dollar des Vorjahres. Analysten hatten im Schnitt mit 0,57 bis 0,58 Dollar gerechnet. Die Erwartungen wurden also übertroffen.

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Auch beim Umsatz konnte der Vermögensverwalter zulegen: Die Erlöse stiegen um 99 Millionen auf 1,69 Milliarden Dollar. Allerdings hatten Marktbeobachter hier teils mit deutlich weniger gerechnet – die Spanne der Schätzungen lag zwischen 1,23 und 1,25 Milliarden Dollar.

Mittelzuflüsse halbiert – Warnsignal?

Ein Wermutstropfen bleibt: Die Nettomittelzuflüsse brachen von 60,9 Milliarden auf nur noch 30,5 Milliarden Dollar ein. Eine Halbierung in diesem Tempo dürfte die Bären auf den Plan rufen. Schließlich sind konstante Zuflüsse das Lebenselixier jedes Asset Managers.

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Trotz des buchhalterischen Verlustes zeigt sich Invesco großzügig gegenüber Aktionären: Die Quartalsdividende bleibt bei 0,21 Dollar je Aktie. Zahlbar am 3. März an alle Anleger, die am 13. Februar im Register stehen.

Börse bleibt gelassen

Die Reaktion der Börse? Erstaunlich entspannt. Im vorbörslichen Handel legte die Aktie sogar um knapp 4 Prozent zu. Offenbar würdigen Investoren die soliden bereinigten Zahlen und sehen über den buchhalterischen Verlust hinweg. Mit einem Plus von 48 Prozent über die letzten zwölf Monate gehört der Titel ohnehin zu den Outperformern der Branche.

Entscheidend bleibt jedoch, ob Invesco die schrumpfenden Mittelzuflüsse in den Griff bekommt. Denn ohne frisches Kapital wird das Gebührengeschäft langfristig unter Druck geraten.

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