Die Zahlen zum vierten Quartal passen, doch die Anleger bleiben skeptisch. Invitation Homes legte gestern nach US-Börsenschluss Ergebnisse vor, die zwar die Erwartungen trafen, aber die Unsicherheit über die künftige Wachstumsstrategie nicht ausräumen konnten. Der Aktienkurs notiert bei 26,84 Dollar – nahe dem 52-Wochen-Tief. Der Grund: Eine neue Regulierung aus dem Weißen Haus könnte das Geschäftsmodell des größten US-Einzelhausvermieters fundamental verändern.
Das Unternehmen erwirtschaftete im vierten Quartal 2025 einen Gewinn von 144,3 Millionen Dollar oder 0,24 Dollar je Aktie – ein leichter Anstieg gegenüber den 142,94 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Umsätze kletterten um vier Prozent auf 685,25 Millionen Dollar. Der Core FFO lag bei 0,48 Dollar je Aktie und traf damit exakt die Konsensschätzung.
Doch die Prognose für 2026 enttäuschte: Das Management rechnet mit 1,90 bis 1,98 Dollar je Aktie – unter der Analystenschätzung von 1,99 Dollar. Belastend wirken unter anderem Joint-Venture-Gebühren und gestiegene Kosten für politische Interessenvertretung.
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Mieten steigen, Neuverträge schwächeln
Die operativen Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Während die Mieterhöhungen bei bestehenden Verträgen mit 4,2 Prozent solide ausfielen, brach das Wachstum bei Neuverträgen um 4,1 Prozent ein. Das kombinierte Mietwachstum erreichte damit nur noch 1,8 Prozent – ein deutlicher Dämpfer für ein Unternehmen, das auf kontinuierliche Mieterträge angewiesen ist.
Invitation Homes reagierte mit Aktienrückkäufen: Im vierten Quartal 2025 und ersten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen 5,8 Millionen eigene Aktien für 161 Millionen Dollar zurück. Die Dividendenrendite von 4,47 Prozent bietet Anlegern immerhin einen gewissen Trost.
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Strategischer Schwenk als Notlösung?
Der eigentliche Wendepunkt kam bereits im Januar: Invitation Homes übernahm ResiBuilt Homes für 97 Millionen Dollar inklusive Leistungsanreize. Die Akquisition bringt 23 bestehende Bauverträge und Optionen auf rund 1.500 Grundstücke für zukünftige Entwicklungen. Ein kluger Schachzug, denn Trumps Exekutivanordnung verbietet großen institutionellen Investoren den Kauf bestehender Einfamilienhäuser – lässt aber Ausnahmen für Build-to-Rent-Projekte zu.
Analyst Aaron Hecht von Citizens stuft die Aktie weiterhin mit „Market Outperform“ ein und setzt ein Kursziel von 40 Dollar – ein Potenzial von fast 50 Prozent. Das entspricht einem Abschlag von 20 Prozent auf den geschätzten Nettoinventarwert. Der Konsens der Analysten liegt bei einem Kursziel von 34 Dollar, mit zwölf Kaufempfehlungen und zwölf Halte-Ratings.
Die entscheidende Frage bleibt: Kann Invitation Homes seine Marktführerschaft behaupten, wenn das traditionelle Akquisitionsmodell nicht mehr funktioniert? Mit über 100.000 Häusern im Portfolio könnte das Unternehmen paradoxerweise von der Regulierung profitieren – sofern kleinere Wettbewerber stärker eingeschränkt werden. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob der Schwenk zum Bauträgermodell mehr als nur eine Notlösung ist.
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