Ende Januar 2026 sorgte eine Serie von Insiderverkäufen bei Ionis Pharmaceuticals für Aufsehen. Innerhalb von nur zwei Tagen trennten sich gleich mehrere Top-Manager von erheblichen Aktienpaketen – während die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch notierte. Was steckt hinter diesem Timing?
Führungsriege kassiert ab
Die Verkaufswelle startete am 30. Januar 2026: CEO Brett P. Monia veräußerte 62.970 Aktien für rund 5,2 Millionen Dollar zu Preisen zwischen 82,26 und 82,93 Dollar. Zeitgleich verkauften mehrere Vizepräsidenten des Unternehmens: Patrick R. O’Neil (EVP, CLO und General Counsel) trennte sich von 6.179 Aktien für etwa 516.000 Dollar, Eric Swayze (EVP Research) setzte 6.179 Papiere für 512.000 Dollar ab, und Eugene Schneider (EVP, Chief Clinical Development Officer) verkaufte ebenfalls 6.179 Aktien für 515.000 Dollar.
Die Kursspanne der Verkäufe lag zwischen 82,26 und 83,67 Dollar – nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 86,15 Dollar. Die Aktie hatte in den zwölf Monaten zuvor eine beeindruckende Rally hingelegt: Plus 158,5 Prozent. Allein in den sechs Monaten vor den Verkäufen waren es 93 Prozent Kursgewinn.
Verkauf nach Performance-Bonus
Pikantes Detail: Nur einen Tag vor den Verkäufen, am 29. Januar 2026, hatten alle genannten Manager frische Aktien erhalten. Diese stammten aus der Ausschüttung leistungsbasierter Restricted Stock Units. CEO Monia bekam 122.214 Aktien aus einer Gewährung vom 18. Januar 2023. Die Vizepräsidenten erhielten jeweils 11.991 Aktien.
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Nach den Transaktionen hält Monia noch 283.927 Aktien direkt. O’Neil besitzt 71.983 Papiere, Schneider kommt auf 69.702 Aktien. Trotz der Verkäufe bleiben die Führungskräfte damit substanziell am Unternehmen beteiligt.
Unternehmen mit Momentum
Die koordinierten Verkäufe erfolgten in einer Phase positiver Nachrichten für Ionis. Die Europäische Kommission hatte Dawnzera zur Prävention von hereditären Angioödem-Attacken bei Patienten ab 12 Jahren zugelassen – nach erfolgreichen Phase-3-Studien mit signifikanter Reduktion der Attackenraten.
Auch die Partnerschaft mit GSK lieferte: Deren Hepatitis-B-Medikament Bepirovirsen erreichte in Phase-3-Studien statistisch signifikante Heilungsraten. Die FDA verlieh zudem Ionis‘ Zilganersen den Breakthrough-Therapy-Status für Alexander-Krankheit.
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RBC Capital hob das Kursziel auf 95 Dollar an und verwies auf die Transformation zu einem vollintegrierten Pharmaunternehmen. TD Cowen bestätigte das Kaufurteil mit einem Ziel von 99 Dollar – getrieben durch Produkte wie Tryngolza und Dawnzera.
Bewertungsfrage bleibt
Bei einer Marktkapitalisierung von 13,45 Milliarden Dollar und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 21,8 stellt sich die Frage nach der Bewertung. Das Unternehmen schreibt weiterhin Verluste – der verwässerte Verlust je Aktie liegt bei 1,61 Dollar, die Bruttomarge bei mageren 7,62 Prozent.
Die Insiderverkäufe könnten schlicht Gewinnmitnahmen nach der kräftigen Rallye sein. Oder ein Signal, dass die Manager die aktuelle Bewertung für ambitioniert halten.
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