Der Cloud-Hoster Ionos kauft eigene Aktien zurück – und hat nun eine wichtige Meldeschwelle gerissen. Seit dem 27. Mai hält das Unternehmen 3,01 Prozent der Anteile selbst, wie aus einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hervorgeht.
Konkret summiert sich der Bestand auf 4,21 Millionen Stimmrechte. Davon entfallen 2,94 Prozent auf direkt gehaltene Aktien, 0,08 Prozent auf indirekt zugerechnete Anteile. Der Zukauf erfolgt im Rahmen des bereits im März 2026 gestarteten Rückkaufprogramms. Die Überschreitung der 3-Prozent-Schwelle löst nach dem Wertpapierhandelsgesetz eine Veröffentlichungspflicht aus.
Solides Wachstum, aber leichter Margendruck
Die Meldung folgt auf die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 348,4 Millionen Euro, währungsbereinigt sogar um 7,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte um 4,8 Prozent auf 118,2 Millionen Euro zu – die Marge sank jedoch leicht von 34,2 auf 33,9 Prozent.
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Die Kundenbasis wuchs parallel um rund 180.000 auf 6,81 Millionen. Ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Cloud- und Hosting-Diensten anzieht. Die DZ Bank reagierte positiv und hob das Kursziel im Mai von 30,00 auf 34,50 Euro, die Einstufung bleibt „Kaufen“. Analysten verwiesen auf das überzeugende Kundenwachstum und neue KI-Produkte.
Der Markt bleibt dennoch verhalten. Die Aktie notiert bei 26,56 Euro, ein Minus von 1,6 Prozent am Donnerstag. Das liegt rund 38 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 42,95 Euro. Das Management bestätigte unterdessen die Prognose: währungsbereinigtes Umsatzplus von rund 7 Prozent und ein bereinigtes EBITDA von etwa 530 Millionen Euro für 2026. Die Marge soll zwischen 37 und 38 Prozent liegen – vorausgesetzt, die im zweiten Halbjahr angekündigten Monetarisierungseffekte neuer Cloud-Lösungen greifen wie geplant.
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