Die Analysten von Roth Capital haben die Stimmung rund um IperionX (IPX) deutlich aufgehellt. In einer gestrigen Studie hob das Analysehaus das Kursziel für den Titanspezialisten von 71 US-Dollar auf 75 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung auf „Kaufen“. Diese positive Einschätzung sorgte bereits am Freitag für deutlichen Rückenwind an der Börse, wo das Papier mit einem Plus von 12 Prozent aus dem Handel ging. Damit schloss die Aktie zum Ende der Handelswoche bei einem Kurs von 2,00 Euro.
Produktionsausbau und staatliche Förderung
Hintergrund der Zuversicht ist die operative Entwicklung am Virginia Titanium Manufacturing Campus. Das Unternehmen betreibt die Anlage zur Herstellung von Titanpulver der Güteklasse 5 inzwischen im 24/7-Betrieb. Bis zum Ende des laufenden Jahres strebt IperionX eine jährliche Produktionsrate von rund 200 Tonnen an.
Diese Skalierung wird durch eine solide Finanzbasis gestützt. Zum Ende des zweiten Quartals, das am 30. Juni endete, verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 35,2 Millionen US-Dollar.
Zusätzlich stärkte eine Kapitalmaßnahme im Juli die Liquidität um weitere rund 50 Millionen US-Dollar (Bruttoerlös). Medienberichten zufolge beläuft sich die Pro-forma-Liquidität damit auf etwa 84 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen noch nicht abgerufene staatliche Fördermittel in Höhe von 37,1 Millionen US-Dollar. Diese finanziellen Ressourcen sind für den weiteren Ausbau der Kapazitäten und die Umsetzung der langfristigen Wachstumspläne vorgesehen.
Strategische Neuausrichtung und Kundenbasis
Neben der Produktion arbeitet IperionX an seiner institutionellen Aufstellung. Vor rund drei Wochen kündigte das Unternehmen eine Sitzverlegung nach Texas an, um die Unternehmensstruktur enger an die US-amerikanischen Aktivitäten in Virginia, Tennessee und Utah zu binden.
Dieser Schritt erfordert noch die Zustimmung der Aktionäre sowie gerichtliche und behördliche Genehmigungen. Zur Verstärkung des Aufsichtsrats wurde zudem Michael J. Loparco als unabhängiges Mitglied berufen, der Erfahrung aus der modernen Fertigungsindustrie in das Gremium einbringt.
Auf der Kundenseite verzeichnet der Titanproduzent Fortschritte bei der Vermarktung seiner Technologien. Medienberichten zufolge liegen bereits Aufträge des US Army Ground Vehicle Systems Center für Prototyp-Befestigungselemente vor.
Zudem bestehen Lieferbeziehungen zu namhaften Partnern wie Ford und Carver Pump. Trotz der jüngsten Kursgewinne am Freitag weist die Aktie seit Jahresbeginn ein Minus von 36 Prozent auf, was die bisherige Volatilität des Titels im laufenden Jahr verdeutlicht.
Ausblick auf das Titan-Projekt
Ein wichtiger Meilenstein für die langfristige Bewertung steht für das Ende des Jahres 2026 an. Dann soll die integrierte Bewertung der Atlas- und Titan-Projekte abgeschlossen sein.
Eine Machbarkeitsstudie für das Titan-Projekt prognostiziert bereits einen Netto-Gegenwartswert nach Steuern von 813 Millionen US-Dollar sowie einen freien Cashflow von 1,9 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von 14 Jahren. Anfang Juli hatte das Unternehmen zudem die Übernahme benachbarter Atlas-Anlagewerte für 3 Millionen US-Dollar abgeschlossen, um seine Ressourcenbasis zu verbreitern.
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