IREN profitierte gestern Medienberichten zufolge von einer besseren Stimmung für KI-Infrastrukturwerte und nachlassenden Sorgen um unfertige Rechenzentren. Die Berichte verwiesen auf Aussagen des TeraWulf-Chefs, der der Vorstellung eines spekulativen Rechenzentrumsbaus widersprach. Die IREN-Aktie stieg in diesem Umfeld um 7,0%.

Börsenpläne stützen die Branchenstimmung

Als weiteren Impuls für die Erholung nannten Medienberichte den am Montag eingereichten Börsengangantrag von Anthropic. Die darin enthaltenen Angaben zu erheblichen Ausgaben für Rechenleistung und Rechenzentrumsinfrastruktur hätten die Stimmung im Sektor gestützt. Eine Kundenbeziehung zwischen Anthropic und IREN bleibt allerdings von beiden Unternehmen unbestätigt.

Die Berichterstattung ordnete den Anstieg damit einer breiteren Rückkehr der Anleger zu KI-Infrastrukturwerten zu. Sie verwies außerdem auf beruhigende Aussagen des Managements zur Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

IREN plant europäischen Rechenzentrumscampus

Eine eigene Ausbauinitiative hatte IREN am 21. Oktober angekündigt: Das Unternehmen plant im spanischen Badajoz einen KI-Rechenzentrumscampus mit rund 300 Megawatt Leistung. Den ersten Betrieb strebt IREN für 2028 an. Nach Unternehmensangaben liegt für das Vorhaben bereits eine Genehmigung für Tiefbauarbeiten vor.

Zugleich gab IREN die Gründung von IREN Europe bekannt. Roberto Purcaro wurde zum geschäftsführenden Direktor für Europa ernannt. Ángel Corcóstegui übernahm den Vorsitz des europäischen Verwaltungsrats. Mit dieser europäischen Organisation verbindet IREN die angekündigten Pläne für den Standort in Spanien.

Als nächster bereits angekündigter Berichtstermin stehen die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 an. IREN will die Zahlen für das am 30. September 2026 beendete Quartal am 5. November 2026 veröffentlichen. Anschließend ist eine Telefonkonferenz um 17 Uhr US-Ostküstenzeit vorgesehen.