Fast die Hälfte aller für 2026 geplanten US-Rechenzentren liegt auf Eis. Lieferengpässe bei Transformatoren und überlastete Stromnetze bremsen den Ausbau der KI-Infrastruktur massiv aus. Für IREN erweist sich dieser systemische Flaschenhals als entscheidender Wettbewerbsvorteil. Das Unternehmen sicherte sich bereits vor dem KI-Boom riesige Kapazitäten.
Gigawatt-Portfolio als Burggraben
Mit einem neuen Standort in Oklahoma erweitert der Konzern seine ans Netz angeschlossene Leistung auf mehr als 4,5 Gigawatt. Diese Kapazität verteilt sich neben dem neuen Projekt auf bestehende Anlagen in Texas und Kanada. Laut Unternehmensangaben sind die Netzstudien für Oklahoma abgeschlossen. Der Strom soll dort ab 2028 fließen.
Neben der reinen Stromversorgung differenziert sich IREN durch eine aggressive Chip-Strategie. Das Management orderte kürzlich über 50.000 weitere Nvidia-Prozessoren. Die Finanzierung dieses Ausbaus steht auf einem soliden Fundament. Eine milliardenschwere Vorauszahlung von Microsoft deckt zusammen mit zinsgünstigen Krediten fast die gesamten Investitionskosten ab.
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Rote Zahlen durch Buchhaltungseffekte
Operativ spiegelt sich der Wandel vom reinen Bitcoin-Miner zum KI-Dienstleister in den jüngsten Quartalszahlen wider. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich deutlich auf rund 185 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 155 Millionen US-Dollar. Dieser Fehlbetrag resultiert primär aus nicht-zahlungswirksamen Sonderaufwendungen wie unrealisierten Verlusten und aktienbasierter Vergütung.
Trotz der starken Marktposition im Infrastruktur-Bereich bleibt die Finanzierung der weiteren Expansion ein kritischer Faktor. Der Aufbau der Rechenzentren verschlingt enorme Summen, die IREN kaum aus dem laufenden Cashflow stemmen kann. Ein geplantes Aktienverkaufsprogramm sorgt bei Investoren für Skepsis. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von elf Milliarden US-Dollar könnte die Ausgabe neuer Papiere im Volumen von bis zu sechs Milliarden US-Dollar die bestehenden Anteile massiv verwässern.
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Analysten blicken mehrheitlich optimistisch auf die Aktie, passen ihre Modelle aber an die hohen Kapitalkosten an. Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel im April von 82 auf 61 US-Dollar, behielt die Einstufung „Overweight“ aber bei. Die Experten gehen davon aus, dass das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei KI-Rechenleistung über Jahre bestehen bleibt. Das verleiht Anbietern mit gesicherten Kapazitäten eine enorme Preissetzungsmacht.
Bis Ende 2026 peilt IREN wiederkehrende Jahreseinnahmen von 3,4 Milliarden US-Dollar an. Rund zwei Drittel dieser Summe sind durch bestehende Verträge bereits abgesichert. Um das Umsatzziel zu erreichen, benötigt der Konzern lediglich zehn Prozent seiner gesicherten Stromkapazität. Das lässt enormen Spielraum für weiteres Wachstum. Mit dem nahenden Quartalsbericht rückt die operative Umsetzung in den Fokus: IREN muss die verbleibende Lücke zwischen gesicherter Infrastruktur und abgerechneten Cloud-Dienstleistungen durch neue Kundenverträge schließen.
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