Innerhalb von weniger als vier Wochen hat sich der Kurs von IREN fast verdoppelt. Jetzt kommt der eigentliche Test.
Vom 30. März bis zum 23. April kletterte die Aktie von rund 32 auf über 52 US-Dollar — ein Plus von mehr als 60 Prozent. Zum Wochenschluss am Freitag schloss das Papier bei 50,64 Dollar, auf Jahressicht steht ein Kursgewinn von knapp 815 Prozent zu Buche. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 94 Prozent — kein Wert für schwache Nerven.
Sweetwater 1 als Kurstreiber
Konkreter Auslöser der jüngsten Bewegung war ein Infrastrukturmeilenstein: IREN hat die Inbetriebnahme seiner 1,4-Gigawatt-Transformatorstation im West-Texas-Rechenzentrum auf April 2026 vorgezogen — ursprünglich war Oktober 2026 geplant. Das Projekt namens Sweetwater Hub umfasst zwei Standorte auf insgesamt 1.800 Acres, ist direkt an das ERCOT-Stromnetz angebunden und soll künftig über 700.000 flüssigkeitsgekühlte GPUs beherbergen. Für Investoren ist die frühere Inbetriebnahme ein Beweis, dass das Unternehmen seine ambitionierten Zeitpläne tatsächlich einhalten kann.
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Analysten: Breites Spektrum, klare Mehrheit
Von 15 Analysten empfehlen 11 die Aktie mit „Kaufen“ oder besser. Einigkeit herrscht damit allerdings nicht. Das Kurszielspektrum reicht von 26 bis 125 Dollar — eine Spanne, die zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen zur langfristigen Tragfähigkeit des KI-Infrastrukturmodells sind.
Bernstein hält an seiner „Outperform“-Einstufung fest und lobt IRENs disziplinierten Aufbau eines direkten KI-Cloud-Angebots mit einer Mischung aus Langzeit- und On-Demand-Verträgen. Freedom Capital dagegen startete die Abdeckung mit „Hold“ und einem Kursziel von 36 Dollar — mit dem Hinweis, derzeit andere Neocloud-Unternehmen zu bevorzugen, weil IRENs Umstieg vom Krypto-Mining auf KI länger dauern könnte als versprochen. Cantor Fitzgerald wiederum sieht ein strukturelles Angebotsdefizit im KI-Infrastrukturmarkt, das noch mehr als fünf Jahre anhalten dürfte — was Preise und Margen für Anbieter wie IREN stützen würde.
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Umsatzversprechen trifft auf Ausführungsrisiko
Die Bullen-These stützt sich auf eine steile Umsatzkurve: Analysten erwarten für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 97 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar, gefolgt von einem weiteren Sprung auf knapp drei Milliarden Dollar im Folgejahr. IREN selbst peilt bis Ende 2026 einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar an.
Die Gegenposition ist nicht minder konkret. Das Unternehmen hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen und Finanzierungszusagen in Höhe von rund 9,3 Milliarden Dollar aufgebaut. Wer so aggressiv skaliert, hat wenig Spielraum für Verzögerungen — bei Deployments ebenso wie bei der Nachfrageentwicklung.
Quartalszahlen am 7. Mai
Am 7. Mai veröffentlicht IREN seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Auf der anschließenden Telefonkonferenz werden Investoren konkrete Zahlen zur KI-Umsatzentwicklung, zur GPU-Auslastung und zum Stand des Crypto-zu-KI-Pivots einfordern. Technisch hat die Aktie den 50- und 100-Tage-Durchschnitt klar überwunden und ein Doppelboden-Muster ausgebildet; der nächste Widerstand liegt beim Januar-Hoch von 63,60 Dollar. Ob die Quartalszahlen den Kurs dorthin tragen — oder die Bären mit ihrem Ausführungsrisiko-Argument recht behalten — entscheidet sich in knapp zwei Wochen.
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