Knapp sechs Wochen bis zum nächsten Quartalsbericht — und IREN hat in dieser Zeit noch einiges zu beweisen. Nach einem brutalen Einbruch auf unter 5 Dollar im März hat die Aktie seither fast 880 Prozent zugelegt. Der Kurs liegt aktuell bei 48,12 Dollar, rund 33 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das klingt eindrucksvoll. Die Frage ist, ob die fundamentale Story mithält.
Der Q3-Bericht wird alles entscheiden
Am 13. Mai legt IREN seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 221 Millionen Dollar — ein Plus von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Das Vorquartal war eine Enttäuschung. Der Umsatz fiel von 240 Millionen auf 185 Millionen Dollar, der Nettoverlust belief sich auf 155 Millionen Dollar. Die EPS-Überraschung lag bei minus 478 Prozent. Kein Wunder, dass Investoren seither nervös sind.
Ein klarer Beat am 13. Mai könnte die Stimmung drehen. Ein erneutes Verfehlen dürfte die Kursgewinne der vergangenen Wochen schnell wieder auffressen.
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Sweetwater und das GPU-Rückenwind
Parallel läuft das Sweetwater-1-Projekt in West Texas auf seine Energisierung zu. Der 1,4-Gigawatt-Standort soll noch im April ans Netz gehen — ein konkreter operativer Meilenstein, der zeigt, ob IREN seinen Zeitplan halten kann.
Der Markt hilft dabei. GPU-Mietpreise sind in den vergangenen 60 Tagen um 40 Prozent gestiegen. Das verbessert die Erlösperspektiven, auch ohne neue Großverträge. IREN hat sich über ein milliardenschweres Finanzierungspaket die GPU-Kapazität für seinen Microsoft-Vertrag gesichert — rund 95 Prozent der nötigen Hardware-Investitionen sind damit abgedeckt.
Das Ziel: 3,4 Milliarden Dollar jährlich wiederkehrender Umsatz bis Ende 2026. Davon sind bereits 2,3 Milliarden Dollar vertraglich gesichert.
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Schulden, Verwässerung, Wettbewerb
Die Risiken sind real. Die Verschuldung ist von knapp einer Milliarde Dollar im Juni 2025 auf 3,6 Milliarden Dollar gestiegen. Ein laufendes Aktienangebot im Volumen von bis zu 6 Milliarden Dollar drückt auf die Stimmung — die Leerverkaufsquote liegt bei 16 Prozent.
Cantor Fitzgerald bleibt zwar bei „Overweight“, senkte das Kursziel aber von 82 auf 61 Dollar und verwies auf die hohen Investitionskosten. Freedom Capital startete die Beobachtung mit „Hold“ und einem Kursziel von 36 Dollar — mit dem Hinweis, der Umbau vom Krypto-Mining zum KI-Infrastrukturanbieter könnte länger dauern als erhofft.
Der Wettbewerb schläft nicht. CoreWeave hat einen Auftragsbestand von über 60 Milliarden Dollar aufgebaut, Nebius sicherte sich einen 27-Milliarden-Deal mit Meta. IRENs größter aktiver Vertrag bleibt der Microsoft-Deal — ein zweiter Hyperscaler-Vertrag fehlt bislang.
Am 13. Mai wird sich zeigen, ob das Wachstum real ist oder nur auf dem Papier steht.
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