IREN hat seine Umsatzprognose um fast 20 Prozent nach oben korrigiert. Die annualisierte Umsatzrate (ARR) wird nun bei 4,4 Milliarden US-Dollar erwartet, zuvor lagen die Schätzungen bei 3,7 Milliarden. Die Aktie schloss am Freitag bei 54,50 Euro und liegt seit Jahresbeginn knapp 50 Prozent im Plus.

Die Anhebung spiegelt die rasante Monetarisierung der KI-Cloud-Dienste und High-Performance-Computing-Kapazitäten wider. Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones stockte seine Position zuletzt um 57 Prozent auf — ein Signal für wachsendes institutionelles Vertrauen in das Geschäftsmodell.

Verschärfte Exportregeln stärken westliche Anbieter

Das US-Handelsministerium verschärfte am 31. Mai die Exportbeschränkungen für modernste KI-Chips. Lieferungen von High-End-Komponenten wie Nvidia Rubin oder Blackwell an chinesische Firmenstandorte außerhalb Chinas — etwa in Malaysia — unterliegen nun strengeren Kontrollen.

Während dies internationale Akteure bremst, profitieren in westlichen Jurisdiktionen operierende Infrastruktur-Provider. IREN sichert sich durch bestehende Partnerschaften Zugriff auf die effizienteste verfügbare Rechentechnologie. Dell lieferte zeitgleich das weltweit erste NVIDIA Vera Rubin NVL72 Supercomputer-Rack aus. Diese Systeme bieten im Vergleich zur Blackwell-Generation einen fünffachen Inferenz-Boost.

Gigawatt-Kapazitäten und Nvidia-Partnerschaft

Die Sweetwater-1-Anlage mit 1,4 Gigawatt Kapazität ist bereits aktiviert. In Kooperation mit Nvidia wird der Einsatz von KI-Chips für Rechenzentrumskapazitäten von bis zu 5 Gigawatt unterstützt.

Ein Fünfjahresvertrag für den Standort Childress in Texas umfasst 60 Megawatt und wird mit einem jährlichen Wert von rund 680 Millionen US-Dollar taxiert. Nvidia hält zudem Optionen zum Kauf von bis zu 30 Millionen IREN-Aktien zu einem Kurs von 70 US-Dollar über die nächsten fünf Jahre.

Flüssigkeitskühlung wird Standard

Die neue Rubin-Generation verlangt Leistungsaufnahmen von bis zu 230 Kilowatt pro Rack. Flüssigkeitsgekühlte Systeme sind für den Betrieb zwingend erforderlich. Entsprechende strategische Audits und Kapazitätserweiterungen sind für den Sommer geplant.

Analysten bewerten die strategische Ausrichtung überwiegend positiv. Leopold Aschenbrenner äußerte sich zuletzt bullish zur Aktie. Die Partnerschaften mit Nvidia und Dell erhöhen die Sichtbarkeit der zukünftigen Cashflows. Im Zwölfmonatsvergleich hat die Aktie über 600 Prozent zugelegt — die Volatilität liegt bei 133 Prozent annualisiert.