Schwache Zahlen im Vorquartal, starke Kursgewinne im April — bei IREN klaffen Rückspiegel und Windschutzscheibe weit auseinander. Die Aktie legte am Mittwoch um 7,1 Prozent zu. Im Hintergrund positionieren sich institutionelle Investoren für den nächsten Quartalsbericht. Sie setzen darauf, dass sich der aggressive Ausbau der KI-Infrastruktur auszahlt.
Großinvestoren greifen zu
Die jüngste Rally fällt mit einer Welle neuer institutioneller Positionierungen zusammen. Pictet Asset Management stockte seinen Anteil im ersten Quartal um fast 350 Prozent auf. Auch Vermögensverwalter wie Kestra und Venturi bauten ihre Bestände aus.
Mittlerweile halten Hedgefonds und andere Großanleger rund 41 Prozent der ausstehenden Papiere. Das aktuelle Kursniveau von etwa 48 US-Dollar bietet dabei noch Luft nach oben. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei gut 72 US-Dollar.
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KI-Fantasie trifft auf harte Zahlen
Der Blick auf die vergangenen Geschäftszahlen erklärt die hohe Erwartungshaltung. Der letzte Quartalsbericht verfehlte die Schätzungen deutlich. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um 23 Prozent auf knapp 185 Millionen US-Dollar. Auch beim Ergebnis je Aktie enttäuschte das Unternehmen.
Das Management verweist stattdessen auf die strukturelle Stärke. Der Fokus liegt voll auf dem Ausbau der Rechenzentren. Das Segment für KI-Cloud-Dienste steckt zwar noch in den Kinderschuhen, verzeichnete zuletzt aber ein Umsatzwachstum von 7 auf 17 Millionen US-Dollar.
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Bis Ende 2026 will IREN 140.000 Grafikprozessoren ausliefern. Gelingt das, peilt der Vorstand eine jährliche Umsatzrate von 3,4 Milliarden US-Dollar an. Finanziert wird diese Expansion unter anderem durch ein milliardenschweres Darlehen sowie umfangreiche Kundenanzahlungen.
Analysten bleiben optimistisch
Die Wall Street stützt diesen Wachstumskurs mehrheitlich. Die überwiegende Zahl der Analysten rät zum Kauf der Aktie. Cantor Fitzgerald senkte im April zwar das Kursziel auf 61 US-Dollar, behielt die Einstufung auf „Overweight“ aber bei. Die Experten gehen davon aus, dass KI-Infrastruktur auf Jahre hinaus knapp bleibt, was IREN eine starke Preissetzungsmacht verleihen dürfte.
Am 13. Mai legt IREN die nächsten Quartalszahlen vor. Der Optionsmarkt preist für diesen Termin bereits eine Kursbewegung von knapp 20 Prozent in beide Richtungen ein. Dann muss das Management belegen, dass die teuren Investitionen in die Rechenzentren tatsächlich in zählbare Gewinne münden.
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