Sorgen um die Tragfähigkeit schuldenfinanzierter KI-Infrastruktur belasteten am Donnerstag nach einem Reuters-Bericht Neocloud- und Rechenzentrumsaktien, darunter IREN. In diesem Branchenumfeld verlor die IREN-Aktie am Freitag 2,0%. Reuters berichtete zudem von zusammengerechnet mehr als 1,2 Milliarden $ an zwischenzeitlichen Oktober-Buchgewinnen für Leerverkäufer bei IREN und Applied Digital.

Finanzierungssorgen treffen auf Ausbaupläne

Medienberichten zufolge richteten sich die Befürchtungen im KI-Sektor auch auf steigende Finanzierungskosten für den Bau von Rechenzentren und den Kauf von KI-Chips. Bei IREN stehen mehrere geplante Rechenzentrumsprojekte im Blick.

Für den vorgesehenen Campus im spanischen Badajoz meldete IREN am Mittwoch eine Genehmigung für Tiefbauarbeiten. Die abschließende Baugenehmigung steht Medienberichten zufolge noch aus; der Baubeginn wird zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erwartet.

Der geplante KI-Campus soll nach Unternehmensangaben ungefähr 300 Megawatt umfassen. Den ersten Betrieb strebt IREN für 2028 an.

Für das Europageschäft ernannte IREN Roberto Purcaro zum geschäftsführenden Direktor. Den Vorsitz des europäischen Verwaltungsrats übernimmt Ángel Corcóstegui, der frühere Vorstandschef von Banco Santander.

Redbank noch in früher Prüfung

Vor rund zwei Wochen stellte IREN außerdem das geplante Rechenzentrumsprojekt Redbank nahe Wagga Wagga in New South Wales vor. Medienberichten zufolge befindet es sich in einer frühen Prüfungsphase.

Vorgesehen ist ein Campus mit 900 Megawatt. Der Netzanschluss wird ab 2029 angestrebt; das mögliche Investitionsvolumen liegt bei mehr als AU$10 Milliarden.

Redbank ist nicht Bestandteil des bereits angekündigten Portfolios mit fünf Gigawatt gesicherter Stromkapazität.

Als nächster bestätigter Berichtstermin steht der 5. November fest: IREN will die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 veröffentlichen. Dazu ist eine Telefonkonferenz mit Investoren um 17 Uhr Eastern Time vorgesehen.