IREN hat am Freitag im Umfeld eines branchenweiten Ausverkaufs bei Neocloud- und Rechenzentrumsaktien 2,0% verloren. Reuters berichtete am Donnerstag über Sorgen, dass die schuldenfinanzierte Expansion der KI-Infrastruktur nicht mehr tragfähig sein könnte. Die Aktie schloss am Freitag bei 22,27 €.
Schuldenfinanzierter Ausbau belastet den Sektor
Der Reuters-Bericht bezog sich auf US-amerikanische Neocloud- und Rechenzentrumswerte und schloss IREN ausdrücklich ein. Als Grund für den sektorweiten Verkaufsdruck nannte die Nachrichtenagentur Bedenken gegenüber der Finanzierung des Infrastrukturwachstums mit Schulden. Die Sorge galt damit dem Ausbau im Sektor, nicht einer von IREN angekündigten Änderung seiner Finanzierung.
Leerverkäufer hatten laut Reuters im bisherigen Monatsverlauf branchenweit rechnerische Gewinne von 6 Milliarden $ erzielt. Dabei handelte es sich um nicht realisierte Buchgewinne über den gesamten betrachteten Sektor hinweg, nicht allein um Gewinne aus Positionen gegen IREN.
Spanien-Projekt und Geschäftszahlen als Kontext
IREN hat die europäische Gesellschaft IREN Europe gegründet und für den geplanten KI-Rechenzentrumscampus in Badajoz eine Genehmigung für die Bauarbeiten sowie netzgebundene Stromversorgung gesichert. Das Unternehmen beziffert die geplante Leistung des Standorts in Spanien auf ungefähr 300 Megawatt. Den ersten Betrieb strebt IREN für 2028 an; die Inbetriebnahme bleibt damit ein Ziel des Unternehmens.
Der nächste angekündigte Berichtstermin ist der 5. November 2026. IREN will dann die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 veröffentlichen. Der Berichtszeitraum endete am 30. September.
Für den Veröffentlichungstag hat das Unternehmen außerdem eine Telefonkonferenz um 17 Uhr US-Ostküstenzeit angekündigt. Der Termin umfasst damit sowohl die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse als auch die anschließende Telefonkonferenz des Unternehmens.
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