IREN treibt den Wandel vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastruktur-Anbieter mit aller Macht voran. Die Ankündigung, 50.000 neue Nvidia-Chips zu kaufen, wird jedoch von einer bitteren Pille begleitet: Einem Aktienverkaufsprogramm über 6 Milliarden Dollar. Während das Unternehmen massiv wächst, fürchten Anleger nun vor allem eines: eine deutliche Verwässerung ihrer Anteile.
Ambition trifft auf Realität
Die Reaktion am Markt fiel eindeutig aus: Die Aktien von IREN gerieten am Donnerstag deutlich unter Druck und verloren über 6 Prozent an Wert. Dabei hatte das Unternehmen eigentlich positive Nachrichten im Gepäck. Mit dem Kauf von über 50.000 Nvidia B300 GPUs soll die eigene Rechenkapazität um rund 50 Prozent erweitert werden. Ziel ist es, die Gesamtflotte auf 150.000 GPUs auszubauen.
Das Problem für die Aktionäre liegt in der Finanzierung dieses massiven Wachstums. Die Begeisterung über die technologische Aufrüstung wurde durch die Sorge um das angekündigte „At-the-Market“ (ATM) Aktienprogramm verdrängt. Marktteilnehmer gewichten das Risiko einer Verwässerung derzeit stärker als die langfristigen Chancen der Expansion.
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Der hohe Preis des Wachstums
Um die aggressiven Ausbaupläne zu finanzieren, hat IREN sein Kapitalprogramm auf 6 Milliarden Dollar ausgeweitet. Ein vorangegangenes Programm über eine Milliarde Dollar wurde bereits vollständig ausgeschöpft. Angesichts von rund 332 Millionen ausstehenden Aktien (Stand Ende Januar) bedeutet das neue Volumen eine signifikante potenzielle Erhöhung der Aktienanzahl.
Das frische Kapital wird dringend benötigt. Allein für die zweite Jahreshälfte 2026 plant das Management Kapitalausgaben (Capex) in Höhe von rund 3,5 Milliarden Dollar ein. Diese Mittel fließen primär in GPUs, Server, Speicherlösungen und die notwendige Netzwerkinfrastruktur in den Rechenzentren in Texas und British Columbia.
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Wandel des Geschäftsmodells
Die aktuellen Zahlen unterstreichen den laufenden Transformationsprozess. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich von 240 Millionen auf 184 Millionen Dollar, was primär auf den Rückgang im Bitcoin-Mining-Geschäft zurückzuführen ist. Zwar wuchs der Umsatz im Bereich KI-Cloud im Quartalsvergleich um beachtliche 137 Prozent, dieser macht jedoch immer noch weniger als 10 Prozent der Gesamterlöse aus.
Ein wichtiger Anker für die Zukunft bleibt die Partnerschaft mit Microsoft. Der Vertrag über KI-Cloud-Dienste hat ein Volumen von 9,7 Milliarden Dollar. Sobald die neue Hardware vollständig installiert ist, prognostiziert IREN einen annualisierten Umsatz im KI-Bereich von über 3,7 Milliarden Dollar.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der kurzfristigen Belastung durch die Kapitalmaßnahme sehen Experten weiterhin Potenzial. Die Analysten von H.C. Wainwright bestätigten ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 80 Dollar. Sie weisen jedoch darauf hin, dass das Unternehmen nun beweisen muss, dass es für die noch nicht vertraglich gebundene Hardware attraktive Finanzierungskonditionen sichern kann. Für Anleger bleibt der Fokus auf der Umsetzung: IREN muss die gewaltigen Investitionen zügig in wiederkehrende Umsätze umwandeln, um die Verwässerung zu rechtfertigen.
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