Kursverluste, ein milliardenschweres Kapitalmarktprogramm und ein Datenzentrum kurz vor der Inbetriebnahme — bei IREN verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Das macht die nächsten Wochen für das Unternehmen besonders aufschlussreich.
Der Kurs gab zuletzt nach, eingebettet in eine breitere Neubewertung von KI-Infrastrukturwerten. CoreWeave verlor rund sechs Prozent, Nebius Group über 6,5 Prozent. Der S&P 500 fiel um 0,49 Prozent, der Nasdaq um 0,90 Prozent. IREN trifft das besonders hart: Das Unternehmen ist gleichzeitig im Bitcoin-Mining und im KI-Cloud-Geschäft aktiv — zwei Bereiche, die Stimmungsschwankungen verstärken.
Sweetwater 1 steht vor der Inbetriebnahme
Das vierte und letzte Transformator-Großbauteil ist am Standort Sweetwater 1 in West Texas eingetroffen. Das Signal ist klar: Die Inbetriebnahme der 1,4-Gigawatt-Anlage steht unmittelbar bevor. Ursprünglich war April 2026 als Zieldatum genannt worden.
IREN verfügt über netzgebundene Kapazitäten von insgesamt 2.910 Megawatt auf mehr als 2.000 Acres in den USA und Kanada. Die beiden Sweetwater-Standorte sollen gemeinsam auf zwei Gigawatt kommen. Beide sind direkt ans ERCOT-Stromnetz angebunden und bieten Latenzzeiten unter zehn Millisekunden zu den nächsten Hyperscaler-Regionen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?
Starke Zahlen, aber negativer Free Cashflow
Die Fundamentaldaten des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 sind beeindruckend. Der Umsatz stieg auf einen Rekordwert von 501 Millionen Dollar — ein Plus von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte auf 86,9 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 28,9 Millionen Dollar in FY24.
Der operative Cashflow erreichte 245,9 Millionen Dollar. Die Investitionsausgaben lagen bei 573,5 Millionen Dollar — der Free Cashflow landete damit bei minus 327,6 Millionen Dollar. Das ist der Preis für den massiven GPU-getriebenen Rechenzentrumsaufbau.
Hinzu kommt ein laufendes At-the-Market-Angebot im Volumen von sechs Milliarden Dollar. Für viele Investoren ist das eine Belastung: Die drohende Verwässerung hat die Aktie gegenüber vergleichbaren Werten zurückgehalten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?
Analysten gespalten vor dem Q3-Bericht
Zehn Analysten beobachten IREN, ihr Konsens lautet „Kaufen“ — mit einem durchschnittlichen Kursziel von 62,50 Dollar. Die Spanne reicht von 29 bis 82 Dollar. Das zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen ausfallen.
Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel, hält aber an der Übergewichten-Einstufung fest. Begründung: starke langfristige KI-Infrastrukturnachfrage bei knappem Angebot. Freedom Capital bleibt bei „Halten“ und verweist auf Verzögerungsrisiken und mögliche Kostenüberschreitungen.
Der Q3-Bericht für das Geschäftsjahr 2026 wird zeigen, ob der Schwenk vom Krypto- zum KI-Geschäft messbare Ergebnisse liefert. Investoren warten auf konkrete Zahlen: KI-Umsätze, GPU-Auslastung, harte Belege für den Strategiewechsel. Sweetwater 1 muss liefern — und zwar bald.
IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:
Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


