IREN steckt mitten in einem der ambitioniertesten Transformationsprojekte im Technologiesektor: weg vom Bitcoin-Mining, hin zur KI-Infrastruktur. Doch die jüngsten Quartalszahlen haben Zweifel gesät, ob das Tempo der Umsetzung mit den hochgesteckten Zielen Schritt halten kann.
Zahlen verfehlen die Erwartungen deutlich
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete IREN einen Verlust von 0,44 US-Dollar je Aktie — der Konsens der Analysten hatte lediglich einen Verlust von 0,07 Dollar erwartet. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen mit 184,69 Millionen Dollar spürbar hinter den erwarteten 229,64 Millionen Dollar zurück. Diese Enttäuschung schlug sich im Kurs nieder: Die Aktie verlor allein in der vergangenen Woche rund 14 Prozent und notiert damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Erschwerend kommt hinzu, dass das Short-Interest im vergangenen Monat um 16 Prozent gestiegen ist — ein Zeichen, dass ein wachsender Teil des Marktes skeptisch auf die Entwicklung blickt.
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Milliardendeal mit Microsoft — aber zu welchem Preis?
Im Mittelpunkt der Bewertungsdebatte steht der Microsoft-Vertrag im Volumen von 9,7 Milliarden Dollar. Ist die projizierte EBITDA-Marge von 85 Prozent auf Projektebene realistisch, wenn man den enormen Kapitalbedarf gegenrechnet?
IREN hat nach eigenen Angaben in den vergangenen acht Monaten 9,3 Milliarden Dollar an Finanzierung gesichert — über Kundenvorauszahlungen, Wandelanleihen und spezialisierte GPU-Finanzierungen. Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind weitere Investitionen von 3,5 Milliarden Dollar geplant, um den Ausbau auf 150.000 NVIDIA-B300-GPUs abzuschließen. Gelingt das, soll ein jährlicher Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar erreichbar sein.
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Operative Hürden bremsen den Umbau
Das Management selbst räumt „dauerhafte und wachsende Herausforderungen“ beim physischen Aufbau der KI-Infrastruktur ein. Selbst mit gesicherter Chip-Versorgung und einer Stromkapazität von 4,5 Gigawatt bleiben Baugenehmigungen, Bauzeiten und logistische Engpässe reale Hindernisse. Die geplante Umwidmung bestehender Bitcoin-Mining-Standorte in British Columbia sowie der Ausbau in Childress, Texas, sind dabei zentrale Bausteine.
Aktuell stammen noch rund 91 Prozent der Erlöse aus dem Bitcoin-Mining. Bis Ende 2026 soll sich dieses Verhältnis umkehren — KI-Infrastruktur soll dann über 90 Prozent beisteuern. Ob dieser Schwenk im gesetzten Zeitrahmen gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob IREN die operativen Engpässe in den Griff bekommt. 13 Analysten halten an einem Kaufvotum mit einem durchschnittlichen Kursziel von 71,69 Dollar fest — das entspricht mehr als dem Doppelten des aktuellen Kursniveaus.
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