IREN steht an einem entscheidenden Wendepunkt seiner Unternehmensgeschichte. Während das Unternehmen zuletzt stark unter sinkenden Bitcoin-Erlösen litt, geht im April ein massiver Ausbau der KI-Infrastruktur ans Netz. Die Inbetriebnahme der riesigen Sweetwater-Anlage in Texas markiert den lang erwarteten operativen Schritt weg vom volatilen Krypto-Mining hin zum lukrativen Cloud-Geschäft.
Infrastruktur-Vorteil in Texas
Noch in diesem Monat plant IREN die Aktivierung seines 1.400-Megawatt-Umspannwerks. Dieser Meilenstein verschafft dem Unternehmen einen spürbaren zeitlichen Vorsprung. Während viele Konkurrenten in jahrelangen Warteschlangen für Stromanschlüsse festhängen, kann IREN nun im großen Stil Hardware für seine KI-Cloud-Kunden installieren. Die direkte Anbindung an das texanische ERCOT-Stromnetz garantiert dabei Latenzzeiten von unter zehn Millisekunden – ein wichtiges Verkaufsargument im High-Performance-Computing.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?
An der Börse wird dieser Fortschritt derzeit von der jüngsten Vergangenheit überschattet. Die Aktie notiert aktuell unter Druck, was primär auf die schwachen Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 zurückzuführen ist. IREN verfehlte die Vorgaben der Wall Street deutlich:
- Umsatz: 184,7 Millionen US-Dollar (Erwartung: 229,6 Millionen)
- Ergebnis je Aktie: -0,52 US-Dollar (Erwartung: -0,18 US-Dollar)
- Nettoverlust: 155,4 Millionen US-Dollar
Die Altlast des Krypto-Minings
Die Ursache für das schwache Abschneiden liegt in der noch immer enormen Abhängigkeit vom Krypto-Sektor. Im Vorquartal stammten 97 Prozent der Erlöse aus dem Bitcoin-Mining. Gesunkene Bitcoin-Preise und eine höhere Mining-Schwierigkeit schlugen somit voll auf die Bilanz durch und bremsten die Einnahmen, die eigentlich den Ausbau der Rechenzentren finanzieren sollen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?
Um den aggressiven Wandel zum KI-Infrastruktur-Anbieter dennoch zu beschleunigen, nutzt das Management ein Finanzierungspaket über 3,6 Milliarden US-Dollar. Zusammen mit Vorauszahlungen von Microsoft in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar deckt dies fast die gesamten Investitionskosten für die geplanten Grafikprozessoren ab. Das Ziel ist ambitioniert: Bis Ende 2026 sollen 140.000 GPUs installiert sein und einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar generieren.
Am 13. Mai 2026 präsentiert IREN die nächsten Quartalszahlen. Für diesen Bericht rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 219,8 Millionen US-Dollar bei einem Verlust von 0,22 US-Dollar je Aktie. Die Daten werden den Investoren konkret aufzeigen, in welchem Umfang die neuen KI-Kapazitäten in Sweetwater die bisherige Abhängigkeit vom Bitcoin-Mining bereits reduzieren konnten.
IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 7. April liefert die Antwort:
Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


