IREN will bis Ende 2026 mit 150.000 GPUs einen annualisierten Cloud-Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar erreichen. Eine aktuelle Analyse von Zacks Investment Research hinterfragt genau diese Zahl — und liefert dabei eine wichtige Unterscheidung, die Anleger kennen sollten.
Zwei Ziele, zwei Verbindlichkeiten
Das Unternehmen kommuniziert faktisch zwei verschiedene Umsatzziele. Das offiziell bestätigte Ziel liegt bei 3,4 Milliarden Dollar ARR bis Ende 2026 — basierend auf bereits abgeschlossenen Verträgen und laufenden Kundenverhandlungen für die Standorte Mackenzie und Canal Flats. Dieses Ziel entspricht einer Auslastung von lediglich rund 10 Prozent der gesicherten Netzkapazität von 4,5 Gigawatt.
Die 3,7 Milliarden Dollar hingegen sind eine illustrative Schätzung. Sie basiert auf der im März angekündigten Erweiterung um mehr als 50.000 NVIDIA-B300-GPUs — und ist ausdrücklich nicht vollständig vertraglich unterlegt. IRENs eigene Unterlagen betonen: Die tatsächlichen Erlöse können wesentlich abweichen.
Bereits vertraglich gesichert sind laut dem Earnings Call vom Februar rund 2,3 Milliarden Dollar ARR. Das ist eine solide Ausgangsbasis, lässt aber noch eine erhebliche Lücke bis zu beiden Zielen offen.
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Expansion mit Risiken
Die neuen GPUs sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 phasenweise in bestehenden luftgekühlten Rechenzentren in Mackenzie (British Columbia) und Childress (Texas) installiert werden. Dieser Ansatz reduziert das Umsetzungsrisiko gegenüber Neubauten spürbar.
Die Finanzierung steht weitgehend: IREN hat nach eigenen Angaben in den vergangenen acht Monaten 9,3 Milliarden Dollar über Kundenzahlungen, Wandelanleihen sowie GPU-Leasing und -Finanzierung gesichert. Für die jüngste GPU-Bestellung rechnet das Unternehmen mit zusätzlichen Investitionskosten von rund 3,5 Milliarden Dollar.
Der Wettbewerb nimmt jedoch zu. Applied Digital und TeraWulf bauen ihre Kapazitäten aggressiv aus — TeraWulf etwa übernahm im Februar 2026 zwei bestehende Standorte in Kentucky und Maryland mit zusammen rund 1,5 Gigawatt Leistungskapazität.
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Bewertung und nächster Meilenstein
Die Aktie legte am 7. April um 8,4 Prozent auf 34,28 Dollar zu, getragen von einer leichten Stabilisierung der Gesamtmärkte. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 76,87 Dollar bleibt der Titel dennoch weit im Minus.
Die Bewertung ist anspruchsvoll: IREN wird mit dem 4,68-fachen des erwarteten Umsatzes gehandelt, während der Branchendurchschnitt bei 2,59x liegt. Der Zacks-Konsens erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von rund 95 Prozent, für 2027 sogar knapp 194 Prozent — Zahlen, die ein nahezu fehlerfreies Rollout der neuen GPU-Flotte voraussetzen.
Am 13. Mai 2026 legt IREN nach Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres vor. Dieser Bericht wird zeigen, wie weit der Abstand zwischen dem offiziellen 3,4-Milliarden-Ziel und der illustrativen 3,7-Milliarden-Marke tatsächlich noch ist.
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