West Texas sorgt gerade für Aufsehen. IRENs Sweetwater-1-Projekt nähert sich einem konkreten Meilenstein — und die Aktie hat seit Ende März mehr als die Hälfte ihres Wertes zugelegt.
Transformator-Lieferung als Zündfunke
Der vierte Umspannungstransformator ist auf dem Gelände in Sweetwater angekommen. Für Investoren ist das kein reines Bausignal. Es markiert den letzten Schritt vor der Netzaktivierung des 1.400-Megawatt-Campus — geplant für April 2026.
Das Projekt gilt als seltene Kombination: vorab gesicherter ERCOT-Netzanschluss, eigene 345-kV-Hochspannungsinfrastruktur und eine Kapazität, die kaum ein Wettbewerber kurzfristig replizieren kann. Ab Mitte 2026 sollen monatlich rund 50 Megawatt neue Rechenzentrumskapazität in Betrieb gehen.
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Kurs, Kapital und Kontraste
Die Aktie kletterte von 31,62 Dollar am 30. März auf 48,82 Dollar am 15. April. Das entspricht einem Plus von 54 Prozent in 16 Handelstagen. Rückenwind lieferten steigende Bitcoin-Kurse und die wachsende Aufmerksamkeit auf IRENs KI-Infrastrukturstrategie.
Das Unternehmen hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: 3,4 Milliarden Dollar wiederkehrende KI-Cloud-Einnahmen bis Ende 2026, gestützt auf einen Microsoft-Vertrag und bis zu 140.000 GPUs. Microsoft hat bereits 1,9 Milliarden Dollar als Vorauszahlung geleistet — das deckt rund 95 Prozent der zugehörigen Investitionskosten.
Die Finanzierungsseite zeigt Stärke auf dem Papier. Allerdings verbrennt IREN derzeit Kapital: Der freie Cashflow liegt bei minus 575 Millionen Dollar. Ein laufendes At-the-Market-Angebot über 6 Milliarden Dollar hält die Verwässerungsdebatte am Leben.
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Was Analysten sagen
Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel von 82 auf 61 Dollar, hält aber an der Übergewichtung fest. Freedom Capital startete die Abdeckung mit „Hold“ und einem Kursziel von 36 Dollar — mit möglichem Anstieg auf 43 Dollar über zwei Jahre, falls die KI-Strategie aufgeht.
Der Konsens aus 15 Analysten-Ratings lautet „Kaufen“, mit einem mittleren Kursziel von 72,07 Dollar. Das impliziert rund 47 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem Schlusskurs vom 15. April.
Der nächste konkrete Test kommt schnell: Mit der Netzaktivierung in Sweetwater entscheidet sich, ob IREN seinen Zeitplan hält — oder ob das Tempo der vergangenen Wochen an der Börse nur der Erwartung vorausgeeilt ist.
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