JPMorgan und Goldman Sachs haben geliefert. Jetzt wartet der Markt auf Morgan Stanley — und damit auf das Abschlusssignal einer der stärksten Banken-Wochen seit Jahren.
JPMorgan übertraf die Erwartungen deutlich: 5,94 USD Gewinn je Aktie statt der erwarteten 5,45 USD. Der Umsatz kletterte um 10 % auf 50,54 Milliarden USD. Das Handelsgeschäft für Festverzinsliche legte um 21 % zu, die Investment-Banking-Gebühren um 28 %. Goldman Sachs erzielte 17,23 Milliarden USD Umsatz und 5,63 Milliarden USD Nettogewinn — und übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen.
Laut FactSet dürfte der S&P 500 im ersten Quartal 2026 sein sechstes aufeinanderfolgendes Quartal mit zweistelligem Gewinnwachstum verbuchen. Selbst nach einer Abwärtsrevision von 13,4 % auf 12,5 % wäre das die längste derartige Serie seit über einem Jahrzehnt.
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Gegenwind aus Washington
Parallel zu den starken Bankenzahlen wächst der Druck aus der US-Handelspolitik. Neue Pharmatarifmaßnahmen, die Ende Juli 2026 greifen, sehen Sätze von 15 % auf Importe aus der EU, Japan, Südkorea und der Schweiz vor. Unternehmen ohne US-Preisvereinbarungen können bis zu 100 % Zölle treffen. Analysten rechnen damit, dass diese Maßnahmen die Inflation um rund 0,5 Prozentpunkte erhöhen und den Gesundheitssektor unter Margendruck setzen.
Der Technologiesektor birgt ein weiteres strukturelles Risiko. Nvidia, Apple und Microsoft machen zusammen 13,6 % des ETF-Portfolios aus. Alle drei sind stark von asiatischen Fertigungsnetzwerken abhängig — genau dort, wo die Handelsspannungen am stärksten eskalieren.
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Gebührendruck und Indexreform
Invesco senkte die Verwaltungsgebühr für seinen MSCI World UCITS ETF Anfang April auf 0,05 %. BlackRock hält dagegen: Der iShares-Fonds weist eine Tracking Difference von nur 0,02 % aus. Morningstar bewertet den Fonds mit Bronze, verweist aber auf die höheren Kosten.
Die bevorstehende Mai-Überprüfung von MSCI bringt ein neues Free-Float-Klassifizierungssystem. Die Änderung dürfte deutlich größere Portfolioverschiebungen auslösen als die moderate Überprüfung im ersten Quartal mit 18 Zugängen und 27 Streichungen.
Morgan Stanley veröffentlicht seine Q1-Zahlen noch heute vor Börseneröffnung. Analysten erwarten 2,95 USD je Aktie und 19,23 Milliarden USD Umsatz. Fällt das Ergebnis ähnlich stark aus wie bei den Konkurrenten, dürfte das die Stimmung für den Finanzsektor — immerhin der drittgrößte Wachstumstreiber im S&P 500 mit erwarteten 15,1 % — weiter stützen.
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