Iveco Group hat am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Verlust von 45 Millionen Euro gemeldet. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Industriegeschäft lag bei null. Für das vierte Quartal 2026 erwartet das Unternehmen eine Erholung der Profitabilität; im abgelaufenen Quartal reichte ein Umsatzplus nicht für ein positives bereinigtes Industrieergebnis.
Umsatz wächst, Mittelabfluss steigt
Der Konzernumsatz erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 3,16 Milliarden Euro. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zugleich verzeichnete das Industriegeschäft im dritten Quartal 2026 einen negativen freien Cashflow von 656 Millionen Euro. Iveco führte den Mittelabfluss hauptsächlich auf die Bindung von Mitteln im Betriebskapital und höhere Investitionen zurück.
Im Vergleichsquartal 2025 hatte der negative freie Cashflow des Industriegeschäfts 513 Millionen Euro betragen. Der stärkere Mittelabfluss belastet damit zusätzlich zur schwachen Quartalsprofitabilität.
Investitionen und Übernahmeabwicklung
An den Investitionen in Italien hält das Unternehmen fest. Vorstandschef Olof Persson erklärte am Dienstag laut Medienberichten, die Vorhaben in Foggia, Brescia und Turin seien bestätigt, Teil der Planung und bereits in Umsetzung. Die Aussage fiel bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Tata Motors.
Tata Motors hatte am 30. Oktober die erste Abwicklung seines empfohlenen Übernahmeangebots für Iveco abgeschlossen. Der Bieter hielt danach rund 89,42 Prozent des Stammkapitals, ohne eigene Aktien von Iveco einzubeziehen.
Nach Angaben der Unternehmen soll Iveco seinen Hauptsitz in Turin und seine eigenständigen Marken behalten. Für Aktien, die während der wiedereröffneten Angebotsfrist eingereicht wurden, ist die Abwicklung am 13. November vorgesehen.
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