Die Zahlen des dritten Quartals im Geschäftsjahr 2026 überzeugten – James Hardie Industries legte am Dienstag Ergebnisse vor, die über den Markterwartungen lagen. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,24 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,22 Dollar. Der Umsatz kletterte um satte 30 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar, blieb allerdings knapp unter der Konsenserwartung von 1,21 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte positiv und legte im nachbörslichen Handel um 4 Prozent zu.
Haupttreiber des Wachstums war die im Vorjahr abgeschlossene Übernahme von AZEK. Organisch fiel das Wachstum mit nur einem Prozent deutlich verhaltener aus – ein Hinweis darauf, dass das operative Kerngeschäft weiterhin unter schwierigen Marktbedingungen leidet. Die Genehmigungen für Neubauten gingen im Jahresvergleich um 9 Prozent zurück, was das Geschäft mit Außenverkleidungen und Verputzlösungen belastet.
Integration läuft besser als geplant
Das bereinigte EBITDA stieg im dritten Quartal um 26 Prozent auf 330 Millionen Dollar, während die Marge leicht um 90 Basispunkte auf 26,6 Prozent nachgab. Besonders erfreulich: Die Integration von AZEK kommt schneller voran als ursprünglich angenommen. Das Unternehmen bestätigte sein Ziel von 125 Millionen Dollar an Kostensynergien und sieht sich auf gutem Weg, bis Ende des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatzeffekt von rund 125 Millionen Dollar durch kommerzielle Synergien zu erreichen. Insgesamt peilt das Management langfristig kommerzielle Synergien von über 500 Millionen Dollar an.
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Im größten Geschäftsbereich Siding & Trim – Außenverkleidungen und Zierleisten – stiegen die Erlöse um 10 Prozent, wobei organisch ein Rückgang von 2 Prozent zu Buche stand. Preiserhöhungen von 5 Prozent konnten die rückläufigen Volumen nur teilweise kompensieren. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich jedoch sequenziell deutlich um fast 500 Basispunkte auf 34,1 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Kostensenkungsmaßnahmen greifen.
Anhebung der Jahresprognose
Das Segment Deck, Rail & Accessories zeigte sich stabiler und wuchs um 2 Prozent. Die durchschnittliche Verkaufsentwicklung lag im mittleren einstelligen Prozentbereich, was auf eine anhaltende Nachfrage nach Materialien für Terrassen und Außenbereiche hindeutet. Auch international lief es besser: In Australien und Neuseeland legten die Umsätze um 7 Prozent zu, bei einer robusten EBITDA-Marge von rund 33 Prozent.
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Angesichts der starken Performance im dritten Quartal hob James Hardie die Jahresprognose an. Das bereinigte EBITDA für das Gesamtjahr wird nun zwischen 1,232 und 1,263 Milliarden Dollar erwartet, nachdem zuvor 1,20 bis 1,25 Milliarden Dollar prognostiziert worden waren. Der freie Cashflow soll über 200 Millionen Dollar liegen. CEO Aaron Erter betonte, dass man alle finanziellen Zusagen erreicht oder übertroffen habe – trotz eines gemischten makroökonomischen Umfelds.
Die Investmentbank Truist Securities reagierte auf die Zahlen und erhöhte ihr Kursziel von 28 auf 30 Dollar bei einer Kaufempfehlung. Die Analysten lobten die Fortschritte beim Aufbau von Glaubwürdigkeit und sehen Potenzial für weiteres Wachstum, das unabhängig von den Wohnbaumärkten erzielt werden könnte. Die Nettoverschuldung lag zum Quartalsende bei etwa 4,30 Milliarden Dollar, was einem Verschuldungsgrad von rund 3,0 entspricht. Bis zum dritten Quartal 2028 will das Management diesen Wert auf 2,0 oder darunter senken.
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