Jasper Therapeutics konkretisiert den Zeitplan für seinen Hoffnungsträger Briquilimab. Nach einer internen Prüfung zur Produktqualität bereitet das Biotech-Unternehmen nun den Start der Phase-2b-Studie vor.
Fokus auf Nesselsucht
Im Zentrum der klinischen Strategie steht die Behandlung der chronischen spontanen Nesselsucht (CSU). Jasper schließt derzeit die Dosisfindung für diese Studie ab. Das Unternehmen plant, im zweiten Halbjahr 2026 mit der Patientenaufnahme zu beginnen. Briquilimab nutzt einen Antikörper, der Mastzellen über den KIT-Rezeptor gezielt abbaut. Dieser biologische Ansatz unterscheidet sich von bisherigen Therapien, die lediglich einzelne Botenstoffe blockieren.
Parallel dazu treibt Jasper Programme gegen Asthma und induzierbare Nesselsucht voran. Diese Projekte folgen zeitlich versetzt. Das Management wartet zunächst die Ergebnisse zur Dosierung aus dem CSU-Programm ab. Dieser Schritt soll die klinische Roadmap absichern und die Ressourcen des Unternehmens bündeln.
Kurs erholt sich von Tiefstständen
An der Börse löste die Nachricht eine spürbare Erholung aus. Die Aktie kletterte heute um mehr als sieben Prozent auf 1,00 USD. Damit setzt das Papier seinen kurzfristigen Aufwärtstrend fort. In den vergangenen sieben Tagen stieg der Kurs bereits um über 41 Prozent.
Trotz dieser Rallye bleibt die langfristige Bilanz schwach. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Minus von fast 46 Prozent. Mit einem RSI von 28,8 galt der Titel vor der aktuellen Erholung als technisch überverkauft. Die hohe Volatilität von über 100 Prozent unterstreicht das spekulative Umfeld im Biotech-Sektor.
Ein wichtiger Meilenstein wird der offizielle Start des Phase-2b/3-Zulassungsprogramms sein. Jasper muss beweisen, dass Briquilimab im Vergleich zu bestehenden Biologika eine dauerhaftere Krankheitskontrolle ermöglicht. Konkrete Daten zur finalen Dosiswahl werden noch vor dem Start der Rekrutierung im Jahr 2026 erwartet.
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