Gute Zahlen, höhere Ziele, trotzdem rutscht die Aktie ab. Bei Jenoptik klaffen am Donnerstag Analystenoptimismus und Kursreaktion auseinander. Die Papiere geben gut 5 Prozent nach und kosten wieder 38 Euro.
Gewinnmitnahmen nach dem Sprung
Am Vortag hatten die Aktien zeitweise 40,48 Euro erreicht und damit die 50-Tage-Linie zurückerobert. Diesen Schwung gibt der Titel nun teilweise wieder ab. Damit bleibt er in der breiten Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate gefangen.
Auslöser des Vortagssprungs waren Vorabzahlen zum dritten Quartal und ein angehobenes Profitabilitätsziel. Die zum Halbjahr erhöhte Wachstumsprognose blieb dagegen unverändert.
Kursziele über dem Rekordhoch
Die Analysten reagieren überwiegend positiv. Die LBBW hebt ihr Kursziel auf 52 Euro an und liegt damit klar über dem Rekordkurs vom Juni bei 48,42 Euro. Analyst Stefan Maichl rät weiter zum Kauf. Der Produktmix müsse im dritten Quartal außerordentlich gut gewesen sein, sagt er.
Jefferies zieht nach und erhöht das Ziel von 48 auf 49 Euro, die Einstufung bleibt „Buy“. Die Quartalszahlen hätten die Konsensschätzungen übertroffen und eine anhaltend starke Auftrags- und Margendynamik belegt, so Analyst Henrik Paganetty. Er hob zudem seine Prognosen für das operative Ergebnis (Ebitda) an.
Beide Häuser sehen den Rekord vom Juni also nicht als Decke, sondern als Zwischenstation. Für den Markt zählt derzeit offenbar vor allem die Margenstory, weniger das Umsatzwachstum, dessen Prognose unangetastet blieb.
Abstand zu den Zielen
Zwischen aktuellem Kurs und den Zielmarken von 49 und 52 Euro liegt ein Aufschlag von grob 29 bis 37 Prozent. Technisch gilt zunächst die Marke von gut 40 Euro als nächste Hürde, an der die Aktie am Mittwoch drehte. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, wäre die Seitwärtsphase der vergangenen Monate nach oben verlassen.
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