BlackRock hat am Mittwoch eine Verringerung seiner Position bei Jenoptik gemeldet. Der Gesamtanteil aus Stimmrechten und Finanzinstrumenten beläuft sich nach der Mitteilung auf 5,38 %. Die Meldung betrifft damit sowohl Stimmrechte als auch Finanzinstrumente und nicht allein unmittelbar gehaltene Stimmrechte.

Die maßgebliche Schwellenberührung erfolgte bereits am 29. Oktober. Dieses Datum bezeichnet den Zeitpunkt der Veränderung, während die Veröffentlichung der Meldung am Mittwoch folgte.

Nachfrage und Prognose bilden den Hintergrund

Die positive Kursentwicklung am gestrigen Freitag wurde in Medienberichten mit der vor rund zwei Wochen angehobenen Margenprognose in Verbindung gebracht. Als weiteren Hintergrund nannten die Berichte die starke Nachfrage aus der Halbleiterausrüstungsindustrie. Die Jenoptik-Aktie stieg gestern um 3,1 % und schloss bei 35,62 €.

Warnstreiks und Auftrag in Litauen

Am Donnerstag berichtete dpa-AFX über die Beteiligung von Beschäftigten von Jenoptik, Zeiss und Jena-Optronik an geplanten Warnstreiks. Die Gewerkschaft hatte im Rahmen der Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie eine dreistündige Arbeitsniederlegung ab 8.45 Uhr angekündigt. Der Arbeitskampf betraf damit Beschäftigte aller drei genannten Unternehmen.

Daneben gewann Jenoptik Medienberichten zufolge einen Auftrag für automatische Kennzeichenerkennung in Litauen. Gegenstand des gemeldeten Auftrags ist damit die Erkennung von Fahrzeugkennzeichen, nicht die Halbleiterausrüstung, deren Nachfrage die Berichte zur Kursentwicklung hervorhoben.

Als nächster Unternehmenstermin ist für den 10. November die Veröffentlichung von Ergebnissen angekündigt. Damit steht nach der Stimmrechtsmitteilung und den Berichten über Warnstreiks die Ergebnisvorlage auf dem angekündigten Terminkalender.