Der Photonik-Konzern aus Jena hat ein schwieriges Jahr 2025 hinter sich. Umsatz und Marge gingen zurück, die Halbleiterindustrie und Autobauer bestellten weniger. Doch jetzt meldet Finanzvorständin Prisca Havranek-Kosicek erste Lichtblicke: 2026 soll die Trendwende bringen.
Die Zahlen für 2025 lesen sich zunächst ernüchternd. Der Umsatz sackte um rund 6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro ab. Noch deutlicher fiel der Gewinnrückgang aus: Das EBITDA brach um 13 Prozent auf 192 Millionen Euro ein. Die operative Marge rutschte von 19,9 auf 18,4 Prozent – blieb damit aber noch innerhalb der eigenen Prognosespanne von 18,0 bis 19,5 Prozent. Analysten hatten mit einem Umsatz von 1,06 Milliarden Euro und einer EBITDA-Marge von 18,3 Prozent gerechnet. Das Unternehmen traf die Erwartungen also weitgehend.
Kostensenkung zeigt Wirkung
Jenoptik reagierte auf die schwächelnde Nachfrage mit einem Kostensenkungsprogramm. Die Maßnahmen dämpften den Margenrückgang spürbar. Auch der Auftragseingang entwickelte sich verhalten: Mit knapp 1 Milliarde Euro lag er etwa 3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
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Die Schwäche kam aus zwei Richtungen. Zum einen bestellte die Halbleiterausrüstungsindustrie – ein wichtiger Kunde für Jenoptik – deutlich zurückhaltender. Zum anderen schwächelte die Autoindustrie als zweites Standbein des Konzerns. Beide Märkte sorgten für Gegenwind.
Datencenter als Hoffnungsträger
Doch Havranek-Kosicek blickt optimistisch nach vorn. Jenoptik sehe sich angesichts starker Wachstumsplattformen in den Kernmärkten Halbleiter, Life Science & Medizintechnik, Messtechnik sowie Smart Mobility gut positioniert. Besonders die massiven Investitionen in Datencenter dürften der Halbleiterausrüstungsindustrie neuen Schub verleihen – und damit auch Jenoptik.
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Zu Jahresbeginn 2026 zeige sich bereits eine verbesserte Nachfrage, so die Finanzvorständin. Einen konkreten Ausblick mit Zahlen will das Unternehmen am 25. März bei der Veröffentlichung der vollständigen Jahreszahlen geben. Dann dürfte sich zeigen, ob die angekündigte Rückkehr auf den Wachstumspfad tatsächlich gelingt.
Führungswechsel in turbulenter Phase
Die schwierige Geschäftslage fällt mit einem Führungsumbruch zusammen. Vorstandschef Stefan Traeger kündigte bereits im November an, das Unternehmen zum 15. Februar zu verlassen. Parallel wechselte zum Jahreswechsel auch die Aufsichtsratsspitze: Daniela Mattheus übernahm den Vorsitz, nachdem Matthias Wierlacher kurzfristig seinen Rücktritt erklärt hatte.
Für die mehr als 4.000 Mitarbeiter des im SDAX notierten TecDAX-Unternehmens beginnt damit eine Phase der Neuausrichtung. Ob der angekündigte Turnaround 2026 gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Nachfrage in den Kernmärkten erholt.
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