Morgan Stanley hat die Aktie von Johnson & Johnson am Dienstag von „Equalweight“ auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel drastisch von 200 auf 262 Dollar angehoben. Der Titel legte daraufhin um 1,3 Prozent auf 224,44 Dollar zu – im nachbörslichen Handel ging es nochmals um 0,5 Prozent nach oben.
Die Analysten begründen ihren Sinneswandel mit gestiegener Zuversicht für das künftige Wachstum. Besonders ins Gewicht fällt dabei die Auflösung der Unsicherheit nach den Biopharma-MFN-Vereinbarungen, die zuvor wie ein Damoklesschwert über der gesamten Branche gehangen hatten. Die Zahlen sprechen für sich: Für den Zeitraum 2026 bis 2030 rechnet Morgan Stanley mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 5,5 Prozent beim Umsatz und beachtlichen 12 Prozent beim Gewinn je Aktie. Damit würde Johnson & Johnson zu den schneller wachsenden Unternehmen im Biopharma-Sektor aufschließen.
Produktpipeline überzeugt Skeptiker
Was steckt konkret hinter dem neuen Optimismus? Die Investmentbank hat ihre Prognosen für gleich mehrere Schlüsselprodukte nach oben korrigiert. Tremfya, Icotyde, Tecvayli und Darzalex sollen künftig zwischen 3 und 7 Milliarden Dollar mehr zum jährlichen Umsatz beisteuern – eine signifikante Summe selbst für einen Konzern mit über 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
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Besonders Darzalex scheint zum Zugpferd zu werden. Am Dienstag gab die FDA grünes Licht für eine erweiterte Anwendung des Medikaments bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Die Zulassung betrifft die Kombination DARZALEX FASPRO mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason – kurz D-VRd. Es ist die erste Anti-CD38-Antikörper-basierte Therapie, die für alle neu diagnostizierten Patienten zugelassen ist, unabhängig davon, ob eine Stammzelltransplantation in Frage kommt.
Zwölfte Indikation für Blockbuster-Medikament
Mit dieser Freigabe erhält DARZALEX FASPRO bereits die zwölfte Zulassungserweiterung insgesamt und die fünfte speziell für neu diagnostiziertes Multiples Myelom. Die Basis lieferte die Phase-3-CEPHEUS-Studie, die überzeugende Daten für Patienten lieferte, für die eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kam.
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Das Multiple Myelom ist mit über 36.000 erwarteten Neudiagnosen allein in den USA im Jahr 2026 die zweithäufigste Blutkrebsart weltweit – unheilbar und mit mehr als 12.000 Todesfällen jährlich. Die neuen Therapieoptionen könnten für Betroffene den Unterschied machen.
Im vierten Quartal 2025 übertraf Johnson & Johnson mit Einnahmen von 24,6 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen. Zudem verstärkt der Konzern seine Expertise: Francesco Minà , zuvor zwei Jahrzehnte bei Johnson & Johnson in der Automatisierung und operativen Exzellenz tätig, wechselte zur PQE Group als Vice President Operations. Die enge Verzahnung mit Beratungsunternehmen wie PQE, das weltweit über 2.000 Mitarbeiter beschäftigt und auf Life Sciences spezialisiert ist, unterstreicht die Bedeutung externer Expertise für regulatorische Prozesse.
Im vergangenen Jahr kletterte die Aktie um 43 Prozent – deutlich stärker als der S&P 500 mit 16 Prozent und der NYSE Arca Pharmaceutical Index mit 21 Prozent Zuwachs. Morgan Stanleys neues Kursziel liegt nun 17 Prozent über dem aktuellen Niveau.
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