Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen ist die Aktie von Johnson & Johnson an den ersten Handelstagen des Oktobers unter Verkaufsdruck geraten. Am Freitag ging das Papier mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 227,45 Euro aus dem Handel. Marktbeobachter führen die jüngste Schwäche vor allem auf Verunsicherung bezüglich anfallender Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zurück.
F&E-Kosten belasten das Ergebnis je Aktie
Medienberichten zufolge sorgen vorbörsliche Berechnungen für Zurückhaltung unter den Anlegern. Demnach könnten sogenannte In-Process-F&E-Kosten das Ergebnis für das Gesamtjahr 2026 um 0,64 $ je Aktie verwässern. Der überwiegende Teil dieses Einflusses dürfte im dritten Quartal anfallen.
Am Markt herrscht Skepsis, ob die Konsensschätzungen der Analysten diese Belastung bereits in vollem Umfang widerspiegeln. Berichte betonen allerdings, dass diese Faktoren nicht zwingend als alleinige Ursache für die jüngsten Kursabgaben gelten können.
Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Belastungen erhalten Anleger in Kürze: Johnson & Johnson hat die Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 sowie die dazugehörige Telefonkonferenz für den 13. Oktober angekündigt. Neben der operativen Entwicklung im abgelaufenen Jahresviertel dürfte vor allem die aktualisierte Jahresprognose des Managements im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Kurszielanhebungen durch JPMorgan und BofA Securities
Trotz der kurzfristigen Ergebnisbedenken haben zwei große Analysehäuser ihre Kursziele für den Gesundheitskonzern am Dienstag angehoben, bleiben bei ihrer Einstufung aber abwartend.
JPMorgan schraubte das Kursziel von 270 $ auf 285 $ nach oben und behielt die Einstufung „Neutral“ bei. Das Institut rechnet mit einem soliden Quartal ohne größere Überraschungen, sieht die günstigen Fundamentaldaten in der aktuellen Bewertung jedoch bereits besser reflektiert.
BofA Securities hob das Kursziel zeitgleich von 263 $ auf 278 $ an und beließ das Votum ebenfalls auf „Neutral“. Hintergrund der Anpassung waren überarbeitete Prognosen für das Medikament Icotyde sowie eine Aktualisierung des Bewertungsmodells.
Auf operativer Ebene meldete Johnson & Johnson am Freitag zudem neue Langzeitdaten: In der Phase-3-Studie ICONIC-TOTAL erzielte der Wirkstoff Icotyde nach 112 Wochen bei 60 Prozent der Patienten mit Kopfhaut-Psoriasis und bei 89 Prozent der Patienten mit genitaler Schuppenflechte eine vollständige lokale Beschwerdefreiheit.
Trotz der jüngsten Konsolidierung bewegt sich die Aktie weiterhin auf einem soliden Fundament: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 29 Prozent.
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