Bei Jungheinrich gibt es erste Anzeichen einer möglichen Deeskalation. Die IG Metall hat eine für heute geplante Protestkundgebung in Hamburg kurzfristig abgesagt – ein Signal, dass die Fronten zwischen Gewerkschaft und Konzernleitung womöglich aufweichen.
Seit dem 20. November befinden sich die Beschäftigten am Standort Lüneburg im unbefristeten Streik. Der Arbeitskampf dreht sich um die Zukunft des niedersächsischen Werks, das offenbar zur Disposition steht. Die Gewerkschaft wollte ursprünglich ein eigenes Zukunftskonzept für den Standort präsentieren und die Öffentlichkeit über den Stand des Konflikts informieren.
Verhandlungsmarathon beginnt
Doch nun scheint Bewegung in die festgefahrene Situation zu kommen. Beide Seiten haben sich an den Verhandlungstisch gesetzt und sprechen über einen Interessenausgleich sowie Sozialplan-Regelungen. Im Zentrum stehen Abfindungsregelungen und zusätzliche Leistungen für Gewerkschaftsmitglieder – klassische Themen, wenn es um Standortschließungen oder Umstrukturierungen geht.
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Die Verhandlungen sollen von Montag bis Donnerstag nächster Woche fortgesetzt werden. Jungheinrich bestätigte die Gespräche, beide Parteien haben Stillschweigen über konkrete Inhalte vereinbart. Dass die IG Metall ihre Protestaktion absagt, deutet darauf hin, dass man einer Einigung näherkommen könnte.
Anleger bleiben gelassen
Die Börse reagiert auf die Nachricht verhalten. Die Aktie des Gabelstaplerherstellers zeigt sich weitgehend unbeeindruckt und bewegt sich kaum vom Fleck. Offenbar trauen Investoren dem Frieden noch nicht so recht – oder sie sehen in der möglichen Einigung noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung.
Entscheidend wird sein, zu welchen Konditionen der Konflikt beigelegt wird und welche langfristigen Folgen die Lösung für die Kostenstruktur des Konzerns hat. Bis zur nächsten Woche dürfte das Thema die Aktie weiter begleiten.
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