Analysten haben ihre Erwartungen an den Hamburger Intralogistik-Konzern Jungheinrich vor dem anstehenden Zwischenbericht spürbar zurückgenommen. Das Papier ging am gestrigen Montag bei 21,36 Euro aus dem Handel. Der Druck auf den Titel spiegelt die wachsende Skepsis am Markt wider. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste auf 40 Prozent.

Skepsis der Analysten belastet den Kurs

Zwei Analysehäuser reagierten in der vergangenen Woche mit Zielsenkungen auf die Lage des Konzerns. Am 8. Oktober stufte die Bank of America das Papier auf „Underperform“ herab und reduzierte ihr Kursziel von 35 auf 21 Euro. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa-AFX löste diese Abstufung den Kursrückgang an jenem Handelstag aus.

Nur einen Tag später, am 9. Oktober, passte auch MPCM die eigene Bewertung an. Das Haus senkte sein Kursziel von 46 auf 41 Euro, beließ die Einstufung jedoch bei „Buy“. Zur Begründung verwiesen die Experten auf eine voraussichtlich unter 8 Prozent stagnierende Margenerholung im Segment ITS im Vorfeld des anstehenden Berichts zum dritten Quartal.

Operatives Projekt in Leipzig fertiggestellt

Trotz des Gegenwinds an den Märkten treibt das Unternehmen seine operativen Projekte voran. Am 6. Oktober übergab Jungheinrich der Deutsche Aircraft ein automatisiertes Logistikzentrum am Flughafen Leipzig/Halle.

Die neue Anlage umfasst ein Behälter-Kompaktlager mit mehr als 6.500 Stellplätzen auf 26 Ebenen, die auf einer Grundfläche von rund 210 Quadratmetern untergebracht sind. Das Projekt unterstreicht die Rolle des Unternehmens bei der Umsetzung kompakter Automatisierungslösungen im Luftfahrtbereich.

Zwischenbericht im November erwartet

Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf und die Margenentwicklung der vergangenen Monate steht den Anlegern in wenigen Wochen bevor. Das Unternehmen plant die Veröffentlichung seiner Quartalsmitteilung zum 30. September am 10. November.

Bis zu diesem Termin dürfte vor allem die Frage im Fokus stehen, ob sich die operative Rendite im laufenden Geschäft tatsächlich auf dem von Analysten befürchteten Niveau bewegt oder ob der Konzern die gedämpften Erwartungen übertreffen kann.