Ein massiver Kurseinbruch schickte die Jungheinrich-Aktie am Freitag auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Während die Auftragsbücher des Logistikspezialisten voller werden, brach das operative Ergebnis im ersten Quartal ein. Marktteilnehmer reagierten prompt mit Verkäufen und drückten den Kurs um über 13 Prozent nach unten.
Operative Marge halbiert sich
Das operative Ergebnis (EBIT) sank deutlich auf 56,5 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 104,5 Millionen Euro verdient. Die entsprechende Marge verschlechterte sich infolgedessen von 8,0 auf 4,4 Prozent.
Mehrere Faktoren drückten auf die Profitabilität. Ein Streik im Werk Lüneburg behinderte die Fertigung bis in den Februar hinein. Parallel dazu belastete der endgültige Ausstieg aus dem Russland-Geschäft das Ergebnis mit 20 Millionen Euro.
Der Umsatz ging leicht auf 1,27 Milliarden Euro zurück. Ein Kontrastprogramm lieferte hingegen der Auftragseingang. Dieser stieg auf 1,535 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert deutlich.
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Skepsis trotz voller Auftragsbücher
Experten bewerten die vollen Orderbücher vorsichtig. Marktbeobachter vermuten dahinter Vorzieheffekte durch Kunden, die künftige Preiserhöhungen umgehen wollten. Die operative Erholung dürfte laut erster Analysteneinschätzungen mehrere Quartale beanspruchen.
Die Investmentbank Bernstein bestätigte ihre Einstufung, reduzierte aber das Kursziel auf 46 Euro. Analysten von Jefferies sehen die Gewinnziele für das Gesamtjahr durch die aktuelle Entwicklung unter Druck. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus der Aktie bereits auf rund 31 Prozent.
Der Vorstand hält vorerst an seiner Jahresprognose fest. Am 10. Mai folgt die Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts. Investoren achten dann besonders auf Details zum anhaltenden Preisdruck im Wettbewerbsumfeld.
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