Kapsch TrafficCom korrigiert seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr massiv nach unten. Während ein Millionensegen aus dem Schiedsverfahren gegen Deutschland die Bilanz optisch stützt, offenbart die operative Schwäche im Mautgeschäft tiefe Risse im Fundament.
Operative Schwäche belastet
Die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 zeichnen ein ernüchterndes Bild: Der Umsatz brach um ein Viertel auf rund 307 Millionen Euro ein. Das Management führt dies primär auf das Auslaufen von Großprojekten und eine globale Flaute bei Neuausschreibungen zurück. Besonders deutlich wird die Krise bei der Prognoseanpassung. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr nun nur noch ein operatives Ergebnis (EBIT) von etwa 7 Millionen Euro – ursprünglich waren 25 Millionen Euro geplant. Auch das Umsatzziel wurde von 450 auf 420 Millionen Euro gesenkt.
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Einmaleffekt als Bilanzkosmetik
Dass das EBIT nach neun Monaten mit 12,4 Millionen Euro überhaupt im positiven Bereich liegt, verdankt das Unternehmen einem Sondereffekt. Rund 23 Millionen Euro flossen aus dem beendeten Schiedsverfahren zur deutschen Pkw-Maut in die Kasse. Ohne diese Finanzspritze würde das Kerngeschäft tiefrote Zahlen schreiben. Die operative Marge bleibt damit weit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, was den Druck auf die neue Führung unter COO Samuel Kapsch erhöht.
Technische Signale und Ausblick
An der Börse spiegelt sich die Skepsis der Marktteilnehmer unmittelbar wider. Die Aktie generierte zuletzt ein technisches Verkaufssignal, als sie am 30. März unter die 20-Tage-Linie bei 5,20 Euro rutschte. Damit vergrößerte sich der Abstand zum langfristigen Durchschnitt (200-Tage-Linie) auf über 19 Prozent, was den seit Herbst 2025 bestehenden Abwärtstrend zementiert.
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Trotz der prekären Lage gibt es vereinzelte Fixpunkte für Anleger:
– Montega AG bestätigte am 27. März die Kaufempfehlung.
– Neue Kostenstrukturen sollen im kommenden Geschäftsjahr voll greifen.
– Der Fokus liegt nun auf der Effizienz bestehender Projekte.
Ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen ausreichen, um die Abhängigkeit von Sondereffekten zu beenden, wird sich im Sommer zeigen. Die Veröffentlichung des vollständigen Jahresabschlusses 2025/26 ist für den 16. Juni 2026 terminiert.
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