Keel Infrastructure hat erfolgreich eine aufgestockte Wandelanleihe platziert. Das Unternehmen, das aus der Bitfarms-Ära hervorging, setzt voll auf den Ausbau von Rechenzentren und Energieinfrastruktur. Die Konditionen stehen seit dem 5. Juni fest.
Kapital für die Wende
Das Volumen wurde auf 400 Millionen US-Dollar aufgestockt. Der Kupon liegt bei nur 1,250 Prozent, die Laufzeit endet 2032. Die Erstkäufer haben zudem eine Option auf weitere 58 Millionen Dollar – insgesamt könnte Keel so auf bis zu 408 Millionen Dollar zugreifen.
Das Geld fließt in allgemeine Unternehmenszwecke, schwerpunktmäßig in den Bau neuer Rechenzentren. Ein Teil ist für sogenannte Capped-Call-Transaktionen reserviert. Diese sollen die Verwässerung für bestehende Aktionäre abfedern, indem sie eine Obergrenze bei 11,86 Dollar pro Aktie setzen – ein Aufschlag von 100 Prozent auf den Schlusskurs vom 4. Juni.
Die Konditionen im Detail
Die Anleihen sind wandelbar in Bargeld, Aktien oder eine Kombination. Der Wandlungspreis liegt bei 7,41 Dollar – ein Aufschlag von 25 Prozent auf den Schlusskurs von 5,93 Dollar. Verbürgt werden die Verbindlichkeiten von der Tochter Bitfarms Ltd.
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Der Abschluss ist für den 9. Juni vorgesehen, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen und der Zulassung durch Nasdaq und Toronto Stock Exchange.
Finanzielle Schlagseite
Die Kapitalerhöhung kommt nicht von ungefähr. Im ersten Quartal 2026 fuhr Keil bei einem Umsatz von 37 Millionen Dollar einen operativen Verlust von 98 Millionen Dollar ein. Die Liquidität lag Anfang Mai bei 533 Millionen Dollar – davon 336 Millionen in Cash und 197 Millionen in Bitcoin.
Die Aktie zeigte sich nach der Ankündigung der Wandelanleihe volatil. Anleger wägen ab: Mehr Verschuldung und potenzielle Verwässerung gegen die strategische Neuausrichtung auf den Infrastruktursektor. Der Wandel vom reinen Bitcoin-Miner zum Energie- und Rechenzentrumsbetreiber ist ein Kraftakt – und mit der Wandelanleihe nun milliardenschwer unterlegt.
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