Ein optisch günstigerer Preis trifft auf massive Investitionen im KI-Sektor. Der Chipausrüster KLA-Tencor hat seinen Aktiensplit im Verhältnis zehn zu eins vollzogen. Diese Kombination zündete an der Börse sofort.

Seit Freitag handeln die Papiere auf der neuen Basis. Der letzte Schlusskurs lag bei 254,54 US-Dollar. Das entspricht einem Tagesplus von rund fünfeinhalb Prozent. Auf Wochensicht legte der Wert bereinigt sogar um fast 32 Prozent zu.

Analysten treiben den Kurs

Rückenwind kam im Vorfeld von großen Investmentbanken. Barclays hob das Kursziel noch vor dem Split auf 2.250 US-Dollar an. Die Experten verweisen auf einen starken Investitionszyklus bei Wafer-Fabriken.

Cantor Fitzgerald rief kurz darauf sogar ein Ziel von 2.500 US-Dollar aus. Die Analysten begründen dies mit der breiten Erholung bei KI-bezogenen Halbleiterwerten. Beide Häuser bewerten die Aktie weiterhin übergewichtend.

Starkes Fundament und Milliarden-Rückkäufe

Die fundamentale Basis stützt diese Euphorie. Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete KLA-Tencor einen Umsatz von gut 3,4 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Vierteljahr peilt das Management knapp 3,6 Milliarden US-Dollar an.

Parallel dazu belohnt der Konzern seine Aktionäre. KLA-Tencor hat ein neues Aktienrückkaufprogramm über sieben Milliarden US-Dollar aufgelegt. Obendrein steigt die Quartalsdividende auf 2,30 US-Dollar je Aktie. Das ist die siebzehnte jährliche Anhebung in Folge. Kein Wunder, dass Anleger zugreifen.

Hohes Volumen zum Start

Der erste Handelstag nach dem Split brachte direkt einen Liquiditätstest. Das Volumen sprang am Freitag auf über zehn Millionen gehandelte Aktien. Dieser Wert übersteigt das übliche Niveau vor der Umstellung deutlich.

Charttechnisch hat sich nun eine neue Spanne etabliert. Die Marke von 256 US-Dollar bildet den ersten direkten Widerstand. Fällt der Kurs, bietet das Tagestief vom Freitag bei 234 US-Dollar die nächste sichtbare Unterstützung. Hält dieses Level, bleibt der steile Aufwärtstrend intakt.