Der Ablauf einer wichtigen Haltefrist hat den Zahlungsdienstleister Klarna an der Börse stark unter Druck gesetzt. Während Millionen neuer Aktien den Markt fluten und den Kurs belasten, setzt der Aufsichtsratschef ein massives Gegengewicht. Ein 50-Millionen-Dollar-Investment aus der Führungsetage wirft nun ein neues Licht auf die aktuelle Bewertung des Fintechs.
Insiderkauf trifft auf Aktienschwemme
Seit dem 9. März belasten rund 335 Millionen frei gewordene Aktien aus einer abgelaufenen Lock-up-Frist den Handel. Dieser Angebotsüberhang drückte den Kurs zuletzt in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs von 10,86 Euro. Aufsichtsratschef Michael Moritz stemmt sich dieser Entwicklung nun aktiv entgegen. Über eine verbundene Gesellschaft erwarb er Mitte März rund 3,47 Millionen Papiere für knapp 50 Millionen US-Dollar. Marktbeobachter werten eine der größten Insidertransaktionen seit dem Börsengang als Signal, dass die aktuelle Marktkapitalisierung von etwa 4,8 Milliarden Dollar den langfristigen Wert des Unternehmens nicht widerspiegelt.
Wachstumszahlen und Personalwechsel
Abseits des Börsenparketts präsentiert das Unternehmen ein gemischtes Bild. Auf der operativen Seite verzeichnet Klarna eine deutliche Skalierung des Geschäftsmodells. Das globale Händlernetzwerk wuchs im Jahresvergleich um 47 Prozent auf über eine Million Partner. Zudem überschritt der Umsatz im vierten Quartal 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar.
Gleichzeitig verzeichnet die Führungsebene seit Januar 2026 vier prominente Abgänge, darunter die Leiter für Investor Relations und Künstliche Intelligenz. Die fehlende Profitabilität bleibt mit einer Nettomarge von rund minus 10 Prozent der größte Kritikpunkt der institutionellen Investoren.
Analysten passen Ziele an
Die großen Investmentbanken reagieren auf das Spannungsfeld aus rasantem Wachstum und negativen Margen mit moderaten Anpassungen. UBS und JPMorgan Chase senkten ihre Kursziele kürzlich auf 20 US-Dollar, behalten ihre positiven Einstufungen („Buy“ beziehungsweise „Overweight“) jedoch bei. Laut den Analystenschätzungen rückt nun das Jahr 2027 in den Fokus. Für diesen Zeitraum prognostiziert der Marktkonsens den Wechsel zu positiven Gewinnen pro Aktie, was eine fundamentale Entspannung bei den Margen voraussetzt.
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