Die Klöckner & Co-Aktie kletterte zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch von 12,22 Euro — und liegt damit deutlich über dem Übernahmepreis von 11,00 Euro, den Worthington Steel geboten hat. Seit Dezember 2025 hat das Papier mehr als 90 Prozent zugelegt. Die Prämie über dem Angebotspreis ist kein Zufall.
Markt spekuliert auf höhere Abfindung
Worthington Steel hat die erste Annahmefrist bereits erfolgreich abgeschlossen: Rund 58,8 Prozent der Anteile wurden angedient, darunter das 41,5-Prozent-Paket von Großaktionär Friedhelm Loh. Die Mindestannahmeschwelle von 57,5 Prozent ist damit überschritten.
Noch bis zum 14. April 2026 läuft die gesetzliche Nachfrist. Aktionäre, die das Barangebot von 11,00 Euro bisher nicht akzeptiert haben, können ihre Anteile noch andienen. Dass der Kurs spürbar darüber notiert, signalisiert die Erwartung des Marktes: Im Zuge des angekündigten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags könnte eine höhere Abfindung oder Ausgleichszahlung folgen.
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Operatives Fundament hält mit
Die Übernahmefantasie trifft auf eine verbesserte Ertragslage. Klöckner schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem EBITDA von 171 Millionen Euro ab — ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Fokus auf höherwertige Produkte und die Straffung des Standortnetzes, etwa durch den Verkauf von acht US-Distributionsstandorten, zeigen messbare Wirkung.
Aus dem Zusammenschluss mit Worthington Steel soll der zweitgrößte Stahl-Service-Center-Konzern Nordamerikas entstehen. Der formelle Abschluss der Transaktion wird nach Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Bis dahin stehen mehrere Termine im Kalender: Am 6. Mai folgt die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026, am 20. Mai die ordentliche Hauptversammlung — auf der Details zur Integration unter Worthington-Führung erwartet werden. Die Aktie notiert derzeit rund 58 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie, was die Stärke des laufenden Aufwärtstrends unterstreicht.
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