Ein Großaktionär wirft kurz vor Fristende das Handtuch — und der Kurs klettert trotzdem auf ein Drei-Jahres-Hoch. Bei Klöckner & Co verdichten sich die Zeichen, dass die Geschichte als börsennotiertes Unternehmen bald zu Ende geht.
Nachfrist läuft bis 14. April
Noch bis zum 14. April 2026 können verbliebene Aktionäre ihre Klöckner-Anteile zum Angebotspreis von 11,00 Euro andienen. Kurz vor diesem Stichtag meldete ein Aktionär einen drastischen Rückzug: Sein Stimmrechtsanteil sank von 3,30 % auf gerade noch 0,22 % — Grund war die Rückgabe von Eigenkapitalsicherheiten.
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Worthington Steel hält nach der ersten Annahmefrist 58,78 % der Klöckner-Aktien. Den entscheidenden Anstoß lieferte Großaktionär Friedhelm Loh, der sein Paket von 41,5 % in das Angebot einbrachte und damit die Mindestannahmeschwelle von 57,5 % knackte.
Markt rechnet mit höherer Abfindung
Der aktuelle Kurs von 12,26 Euro liegt deutlich über dem Angebotspreis von 11,00 Euro — ein klares Signal, dass der Markt mit einer höheren Barabfindung im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) rechnet. Worthington Steel kündigte diesen Schritt bereits am 27. März 2026 offiziell an. Ein BGAV würde dem US-Konzern erlauben, dem Klöckner-Vorstand direkte Weisungen zu erteilen und die Zahlungsströme beider Unternehmen rechtlich zu bündeln. Minderheitsaktionäre hätten Anspruch auf Ausgleichs- und Abfindungszahlungen, deren Höhe eine offizielle Unternehmensbewertung festlegt.
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Mit seiner Mehrheit von 58,78 % dürfte Worthington Steel die für den BGAV-Beschluss nötige Hauptversammlungsmehrheit sicher erreichen.
Delisting und Squeeze-out als nächste Schritte
Worthington Steel prüft nach Vollzug der Transaktion ausdrücklich ein Delisting sowie einen Squeeze-out verbliebener Minderheitsaktionäre. Der formelle Abschluss der 2,1 Milliarden Euro schweren Übernahme ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant — vorbehaltlich behördlicher Freigaben. CEO Guido Kerkhoff bleibt vorerst im Amt; Standortschließungen oder Entlassungen hat das Management ausdrücklich ausgeschlossen. Für Minderheitsaktionäre läuft die Uhr: Wer nicht andient, setzt auf eine höhere Abfindung im BGAV-Verfahren — oder wartet auf den Squeeze-out.
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