Der Transportriese ist im vierten Quartal 2025 tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 6,8 Millionen Dollar – nach einem satten Gewinn von 69,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,31 Dollar und verfehlte damit sowohl die Analystenerwartungen von 0,35 Dollar als auch die eigene Prognose von 0,34 bis 0,40 Dollar deutlich.
Die Reaktion der Anleger ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem zunächst positiven Handelstag mit einem Plus von 5,19 Prozent auf 57,93 Dollar drehte die Aktie im nachbörslichen Handel ins Minus und sackte um 3,85 Prozent auf 55,70 Dollar ab.
Massive Abschreibungen belasten Bilanz
Besonders schmerzhaft: Knight-Swift musste nicht-zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 52,9 Millionen Dollar verkraften. Diese Abschreibungen auf Firmenwerte, immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen resultierten aus der Entscheidung, die Marke Abilene Motor Express in das Swift-Geschäft zu integrieren. Eine teure Konsolidierung, die das Zahlenwerk massiv verzerrte.
Der Gesamtumsatz ging im Quartalsvergleich leicht um 0,4 Prozent auf 1,86 Milliarden Dollar zurück. Ohne Treibstoffzuschläge betrachtet fiel das Minus mit 0,6 Prozent auf 1,67 Milliarden noch etwas deutlicher aus. Das bereinigte Betriebsergebnis schrumpfte um 5,3 Prozent auf 101 Millionen Dollar.
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Schwache Nachfrage drückt auf Margen
Wie konnte es so weit kommen? Stifel, die ihre Kaufempfehlung beibehielten, senkten ihr Kursziel von 63 auf 61 Dollar und verwiesen auf die schwache Nachfrage in nahezu allen Geschäftsbereichen. Der „Deleveraging-Effekt“ – also die fehlende Auslastung bei gleichbleibenden Fixkosten – fraß die Gewinne auf.
Das Kerngeschäft, der Truckload-Bereich mit 64 Prozent Umsatzanteil, bekam die Flaute besonders zu spüren. Hier sank der Umsatz ohne Treibstoffzuschläge um 2,4 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar. Das bereinigte Betriebsergebnis brach um 10,7 Prozent auf 76,7 Millionen ein. Die operative Marge verschlechterte sich um 70 Basispunkte auf schwache 92,9 Prozent.
Lichtblicke im LTL-Geschäft
Immerhin: Der LTL-Bereich (Less-than-Truckload) zeigte mit einem Umsatzplus von 7 Prozent auf 298,5 Millionen Lebenszeichen. Allerdings ging auch hier das bereinigte Betriebsergebnis um 4,8 Prozent auf 14,5 Millionen zurück – die operative Marge gab um 60 Basispunkte auf 95,1 Prozent nach.
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Der Logistikbereich kämpfte mit rückläufigen Erlösen von minus 4,8 Prozent auf 160 Millionen Dollar. Noch dramatischer: Das bereinigte Betriebsergebnis sackte um 36,6 Prozent auf nur noch 6,7 Millionen ab. Die Bruttomarge schmolz um 180 Basispunkte auf 15,5 Prozent zusammen.
Vorsichtiger Ausblick belastet zusätzlich
Für das erste Quartal 2026 stellt Knight-Swift ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 0,28 und 0,32 Dollar in Aussicht – bestenfalls auf Vorjahresniveau. Die geplanten Investitionsausgaben von 625 bis 675 Millionen Dollar für das Gesamtjahr zeigen zwar Zuversicht, doch CEO Adam Miller bremste die Erwartungen: „Wir sind nicht hier, um eine Trendwende auszurufen. Wir beobachten die Markttrends sehr genau.“
Die Aktie notiert aktuell in einer Spanne zwischen dem 52-Wochen-Tief von 36,69 Dollar und dem Hoch von 61,51 Dollar. Nach den enttäuschenden Zahlen dürften die Bären erst einmal das Zepter übernehmen.
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