Gleich zwei Investmenthäuser setzen neue Akzente bei Knorr-Bremse. Goldman Sachs nimmt die Aktie des Bremssystem-Spezialisten mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 108 Euro in die Coverage auf. Warburg Research hebt das Kursziel ebenfalls an. Die Botschaft ist eindeutig: Der Marktführer wird unterschätzt.

Die Analysten sehen ein Unternehmen, das sich auf dem Sprung befindet. Nach einer mehrtägigen Roadshow in Warschau Ende November 2025 bestätigte sich für Warburg Research die strategische Neuausrichtung. Die Margen entwickeln sich robust, die Wachstumsdynamik zieht an – doch die Bewertung hinkt hinterher.

Wo bleibt der Kursschub?

Goldman-Analystin Daniela Costa formuliert es am 28. November deutlich: Die aktuelle Bewertung werde weder dem Ertragsprofil noch den robusten Margen gerecht. Das ist bemerkenswert, denn Knorr-Bremse steuert auf einen Margenrekord zu. Die operative Profitabilität klettert, die Verkäufe nicht mehr strategisch relevanter Bereiche verlaufen gewinnbringend.

Warburg Research sieht 2026 als das entscheidende Jahr. Der Bremsen- und Systemzulieferer verfügt über einen klaren Strategieplan, die Umsetzung läuft nach Plan. Was noch fehlt? Der Funke, der all diese positiven Entwicklungen auch im Kurs widerspiegelt.

Rückenwind nimmt zu

Die Konstellation ist ungewöhnlich: Ein Marktführer mit steigenden Margen, profitablen Portfolio-Bereinigungen und wachsender Dynamik – doch der Aktienkurs zögert. Beide Analysehäuser sehen darin eine Diskrepanz, die sich auflösen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Markt die Transformation honoriert.

Mit dem Einstieg von Goldman Sachs erhält die Aktie zusätzliche Aufmerksamkeit institutioneller Investoren. Das Kursziel von 108 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau und signalisiert erhebliches Aufwärtspotenzial. Knorr-Bremse hat die Hausaufgaben gemacht – jetzt liegt es am Markt, das zu erkennen.