Der Münchner Bremsen-Spezialist Knorr-Bremse liefert solide Zahlen für 2025 ab – und überrascht dabei vor allem mit einem beeindruckenden Cashflow. Im vierten Quartal schoss der freie Cashflow auf 471 Millionen Euro, im Gesamtjahr erreichte er 790 Millionen Euro – ein neuer Rekord für das Unternehmen. CFO Frank Weber spricht von einer „enormen nachhaltigen Ertragskraft“ und verweist auf eine Cash Conversion von 131 Prozent. Für Anleger ist das eine zentrale Botschaft: Das Unternehmen verdient nicht nur auf dem Papier, sondern generiert echte Liquidität.
Der Umsatz ging 2025 zwar um 0,8 Prozent auf 7,82 Milliarden Euro zurück, doch die Profitabilität entwickelte sich deutlich besser. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 5,1 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent – damit erfüllte Knorr-Bremse seine eigene Prognose. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 574 Millionen Euro, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Knorr-Bremse?
Starkes Schlussquartal treibt Ergebnis
Besonders das vierte Quartal fiel überraschend stark aus. Bei einem leicht rückläufigen Umsatz von 1,98 Milliarden Euro stieg das operative EBIT um satte 11 Prozent auf 268 Millionen Euro. Die Marge kletterte von 12,2 auf 13,5 Prozent – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kostensenkungsprogramme greifen. Der Nettogewinn explodierte im Schlussquartal regelrecht: Mit 127,8 Millionen Euro lag er um 415 Prozent über dem Vorjahreswert von nur 24,8 Millionen Euro.
Der Auftragseingang stieg 2025 um 2,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro. Dabei kompensierte das wachsende Bahngeschäft die schwächere Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich mehr als vollständig. Das Orderbuch zum Jahresende belief sich auf 7,36 Milliarden Euro – ein Plus von 2,5 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Knorr-Bremse?
Ausblick: Rückkehr zum Wachstum
Für 2026 plant Vorstandschef Marc Llistosella die Rückkehr zum Umsatzwachstum. Der Konzern erwartet Erlöse zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro – die mittlere Analystenschätzung liegt in der oberen Hälfte dieser Spanne. Die operative Marge soll auf rund 14 Prozent steigen. Allerdings könnten Restrukturierungskosten von bis zu 30 Millionen Euro anfallen, da Knorr-Bremse seine globale Produktionsstruktur optimieren will.
Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem leichten Plus von 0,19 Prozent auf 106,20 Euro. Analysten hatten für 2025 mit einem operativen EBIT von 1,0 Milliarden Euro gerechnet – mit 1,02 Milliarden Euro wurde diese Erwartung leicht übertroffen. Beim Ergebnis je Aktie von 3,33 Euro blieb man allerdings knapp unter der Konsensschätzung von 3,50 Euro.
Knorr-Bremse-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Knorr-Bremse-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Knorr-Bremse-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Knorr-Bremse-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Knorr-Bremse: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


