Das operative Kerngeschäft von Kontron läuft besser als je zuvor — und trotzdem enttäuscht der Konzern die Märkte. Der Grund liegt in einem einzigen Segment, das die gesamte Jahresprognose nach unten zieht.
Solarsparte kostet Milliarden-Prognose
Das Umwelttechnologiegeschäft der GreenTec-Division, insbesondere der Solarbereich, entwickelte sich 2025 deutlich schwächer als erwartet. Die Umsätze dort sanken von 193 auf 151 Millionen Euro, der EBIT-Beitrag fiel mit minus 8 Millionen Euro negativ aus. Als Reaktion leitet das Management einen tiefgreifenden Umbau ein: rund 500 Stellen sollen konzernweit abgebaut werden, die Restrukturierungskosten belaufen sich auf etwa 25 Millionen Euro. GreenTec soll bereits im vierten Quartal 2026 wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
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Für das laufende Jahr erwartet Kontron ein bereinigtes EBITDA von 225 Millionen Euro — vor Restrukturierungsaufwendungen. Der Markt hatte im Schnitt rund 246 Millionen Euro eingepreist. Genau diese Lücke dürfte der Auslöser für den Kurseinbruch nach Veröffentlichung des Jahresberichts am 26. März gewesen sein. Seither hat die Aktie auf 30-Tage-Sicht rund 15 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 24,13 Euro.
Kerngeschäft liefert, Prognose hängt am Wallbox-Geschäft
Abseits von GreenTec zeigen die 2025er-Zahlen eine klare operative Verbesserung. Das EBITDA stieg bereinigt auf 220,5 Millionen Euro, der operative Cashflow legte um 69,4 Prozent auf 167,7 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand wuchs auf 2,495 Milliarden Euro — ein deutliches Plus gegenüber den 2,077 Milliarden Euro des Vorjahres.
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Für 2026 peilt Kontron einen Umsatz zwischen 1,75 und über 1,8 Milliarden Euro an. Ob das obere Ende erreichbar ist, hängt maßgeblich vom Wallbox-Geschäft ab. Die Divisionen Defense und Transportation sollen mit über 20 Prozent wachsen und damit den strukturellen Schwenk des Konzerns hin zu margenstarken, technologiegetriebenen Bereichen weiter vorantreiben.
Ambitionen bis 2030
Das Management hält trotz des Übergangsdrucks an seinen Mittelfristzielen fest. Bis 2030 soll der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro steigen, das EBITDA auf 420 Millionen Euro. Der US- und China-Anteil am Umsatz soll von derzeit 15 auf rund 30 Prozent verdoppelt werden — gestützt durch lokale Produktionskapazitäten und die Kooperation mit Foxconn und Ennoconn. Gelingt die GreenTec-Sanierung wie geplant im Jahresverlauf, fällt das größte Belastungsmoment für die Prognose bereits 2027 weg.
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