Starke Gewinne, ein schwacher Kurs und ein hartes Sanierungsprogramm. Bei Kontron klaffen operative Erfolge und die Bewertung an der Börse weit auseinander. Als Reaktion kauft das Management im großen Stil eigene Papiere zurück.
Millionen für eigene Papiere
Zwischen dem 7. und 10. April 2026 erwarb das Unternehmen 90.000 eigene Aktien. Damit steigt die Gesamtzahl im laufenden Programm auf knapp 600.000 Stück. Insgesamt fließen bis zu 50 Millionen Euro in den Rückkauf.
Der Blick auf den Kurs erklärt die Maßnahme. Die Aktie schloss gestern bei 20,56 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 12 Prozent. Das Management hält den aktuellen Wert für zu niedrig. Ein hoher RSI-Wert von 73 deutet kurzfristig auf eine starke Dynamik hin. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch mit 28 Prozent beträchtlich.
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Harter Schnitt in der Solarsparte
Das Kerngeschäft liefert solide Zahlen. Im Jahr 2025 erreichte der Umsatz 1,61 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn kletterte um 56 Prozent nach oben.
Die Solar-Division GreenTec trübt dieses Bild massiv. Zuletzt verbuchte die Sparte einen operativen Verlust von 8 Millionen Euro. Die Folge: Kontron streicht rund 500 Stellen. Dieser Umbau kostet das Unternehmen etwa 25 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA-Ziel für das laufende Jahr sinkt auf 225 Millionen Euro. Analysten hatten 21 Millionen Euro mehr erwartet.
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Volle Bücher als Puffer
Trotz der Probleme in der Solarsparte füllen sich die Auftragsbücher. Ende 2025 lag der Bestand bei fast 2,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch knapp 2,1 Milliarden Euro.
Ein neuer Auftrag stützt diesen Trend. Mitte April sicherte sich Kontron einen Cybersecurity-Vertrag in Osteuropa. Das Volumen liegt bei rund 20 Millionen Euro. Der Konzern setzt das Projekt mit dem KI-Spezialisten Darktrace um. CEO Hannes Niederhauser plant für 2026 ein organisches Wachstum von über 20 Prozent in den Bereichen Verteidigung und Transport. Der Gesamtumsatz soll auf bis zu 1,8 Milliarden Euro steigen.
Am 7. Mai veröffentlicht Kontron die Ergebnisse für das erste Quartal. Der hohe Auftragsbestand muss dann erste sichtbare Umsatzsprünge liefern. Liefert das Rüstungsgeschäft die erhofften Margen, rückt die Jahresprognose in greifbare Nähe.
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