Starke Profitabilität, rekordhoher Cashflow — und trotzdem bricht die Aktie ein. Kontron hat am Donnerstag die Jahreszahlen für 2025 veröffentlicht und dabei ein zwiespältiges Bild gezeichnet: Die Ertragskraft verbesserte sich deutlich, doch der Ausblick auf 2026 blieb hinter den Erwartungen zurück. Das quittierte der Markt mit einem Kursverlust von fast 16 Prozent auf 17,73 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief.
Profitabilität auf Kurs, Umsatz im Rückstand
Der Konzernumsatz fiel 2025 auf 1,607 Milliarden Euro, nach 1,685 Milliarden Euro im Vorjahr. Hauptverantwortlich war das Solarsegment: Dort schrumpfte der Umsatz von 193 auf 151 Millionen Euro, und das operative Ergebnis rutschte mit minus 8 Millionen Euro ins Negative.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kontron?
Abseits des Solargeschäfts lief es besser. Das Konzernergebnis stieg um rund 56 Prozent auf 141,1 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte auf 14,8 Prozent — getrieben vom strategischen Schwenk hin zu margenstärkeren Software-Lösungen. Besonders hervor sticht der operative Cashflow: Mit 167,7 Millionen Euro markierte er einen historischen Höchstwert, ein Plus von 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nettoverschuldung sank auf 147,1 Millionen Euro.
Restrukturierung und ein enttäuschender Ausblick
Um auf den anhaltenden Druck im Solarmarkt zu reagieren, plant Kontron den Abbau von rund 500 Stellen weltweit. Die dafür veranschlagten Einmalkosten belaufen sich auf etwa 25 Millionen Euro. Einen Puffer bietet der Auftragsbestand von 2,5 Milliarden Euro sowie ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,26, das auf robuste Nachfrage im Kerngeschäft mit IoT-Lösungen hindeutet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kontron?
Für 2026 stellt das Management einen Umsatz von 1,75 bis 1,8 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von rund 225 Millionen Euro in Aussicht. Genau hier liegt das Problem: Analysten hatten im Vorfeld mit rund 244 Millionen Euro gerechnet — eine Lücke von fast 8 Prozent, die den heutigen Ausverkauf erklärbar macht.
Jefferies hält dennoch an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 27 Euro fest und verweist auf die verbesserte Profitabilität sowie den langfristigen Plan, das EBITDA bis 2030 auf 420 Millionen Euro zu steigern. Ob dieses Ziel die kurzfristige Enttäuschung überwiegt, werden die kommenden Monate zeigen — spätestens, wenn sich abzeichnet, ob das Solarsegment weiter belastet oder stabilisiert.
Kontron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kontron-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten Kontron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kontron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kontron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


