Kontron hat gestern auf mögliche nicht zahlungswirksame Abschreibungen von bis zu EUR 25 Mio. im Zusammenhang mit dem VW-Konzern hingewiesen. Medienberichten zufolge führt das Unternehmen Vergleichsgespräche mit Volkswagen wegen nicht abgerufener vereinbarter Stückzahlen für rund 500 Ladestationen. Dabei stehen auch mögliche Kompensationszahlungen im Raum.
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Kontron Restrukturierungskosten von EUR 25,1 Mio. Der operative Cashflow belief sich auf EUR 4,3 Mio. Speicherchip-Engpässe verhinderten nach Unternehmensangaben die Auslieferung von Produkten im Wert von EUR 68,6 Mio.
Vorstand kauft, Jefferies bestätigt Empfehlung
Vorstandsvorsitzender Hannes Niederhauser kaufte gestern laut Pflichtmitteilung 4.000 Kontron-Aktien zu jeweils EUR 19,01. Die Transaktion erfolgte an der Frankfurter Börse.
Medienberichten zufolge bestätigte Jefferies-Analyst Martin Comtesse gestern nach den Quartalszahlen seine Kaufempfehlung für Kontron. Das Kursziel beließ er bei EUR 26. Comtesse bezeichnete das Quartal als erneut enttäuschend, verwies aber zugleich auf die weitgehend abgeschlossene Umstrukturierung der Tochter Greentec.
Die Quartalszahlen enttäuschten auch laut dpa-AFX trotz der bestätigten Jahresprognose. Heute steigt die Aktie vorbörslich um 1,2%.
Jahresziele bleiben bestehen
Kontron bestätigte gestern für 2026 einen erwarteten Umsatz von rund EUR 1,6 Mrd. Das EBITDA soll rund EUR 200 Mio. erreichen; vor Restrukturierungskosten stellt das Unternehmen rund EUR 225 Mio. in Aussicht.
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Kontron einen Umsatz von EUR 1.102,9 Mio. Das bereinigte EBITDA lag bei EUR 151,0 Mio., der Auftragsbestand bei EUR 2.751,9 Mio.
Als nächster Investorentermin ist laut Kontron die Paris-Roadshow am 10. und 11. November angesetzt.
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